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SO JUNG… eine CD aus dem Hause Zugvogel

Ohne Titelo

Der Zugvogel – Deutscher Fahrtenbund feiert sein 60-jähriges Bestehen und im gleichen Atemzug nicht nur sich selbst, sondern auch 60 Jahre Singen und Musizieren. Was kann es also passenderes geben als eine neue Zugvogel-CD die dann auch noch herrlich selbst-ironisch mit “So Jung …” betitelt wurde.

Aufgenommen wurde die CD mit verschiedenen Gruppen des Bundes und in Zusammenarbeit mit den Bündischen Audio.

Darauf vertreten sind zahlreiche Lieder die sich in den vergangenen Jahren zu Klassikern in den meisten bündischen Singerunden gemausert haben, aber auch einige Stücke die bislang noch wenig bekannt sind.

Wir haben uns die CD in der Redaktion angehört und wollen euch an unseren ganz individuellen Meinungen teilhaben lassen.

Elis Meinung

Neue Entdeckung:
Adios Nigrita. Mitreißender südländischer Schwung, tolle Geigenstimme, super Singerundenlied.

Gefreut habe ich mich über:
Bleib stehen, alte Dampflok. Ich kannte das Lied bisher nur von russischen Pfadfindern, aber eben nur in Russisch.  Nun freue mich darüber, dass ich jetzt auch mal weiß, was ich da singe.

Mein Fazit zur CD:
Ich höre bündische Musik eher selten aus dem Player, meistens nur direkt am Tag, nach der Rückreise noch in Gedanken an die vergangenen Tage. Oder wenn ich ein Lied nochmal richtig lernen bzw. einprägen möchte. Dafür ist die CD aber bestens geeignet.

 

WoHeis Meinung

Mein liebster Ohrwurm:
Panamericana. Ich steh’ einfach auf die erste Strophe, die wie kaum eine andere bündischen Fahrtendrang zum Ausdruck bringt.

Bei dem Lied drücke ich schnell weiter:
Aufbruch in der Frühe. China liegt mir ja nahe, was eigentlich für dieses Lied sprechen sollte. Aber irgendwie ist mir das doch zu schräg.  Kann ich mir einfach nicht anhören.

Mein Fazit zu CD:
Spannende Mischung bekannter Singerundenhits und neu zu entdeckender
Perlen. Weil die Lieder von unterschiedlichen Gruppen eingesungen wurden schwankt die Qualität von Titel zu Titel. Dadurch wird die CD aber auch deutlich abwechslungsreicher als andere Tonträger. Man darf auf den Silberspring VII gespannt sein, sollte er irgendwann
mal erscheinen.

 

Katzes Meinung

Mein Lieblingslied:
So Jung. Die Älteste bin ich nicht und die Strophentexte sind für mich junge Person nicht ganz passend geschnitzt, aber das schöne an dem Lied finde ich den Refrain. Er erinnert mich an drei Dinge:
1. an den Anfang meiner Pfadfinderkarriere, wie ich damals als Sippling auf Fahrt war, mit den anderen abends am Feuer saß und wir gar nicht Heim wollten sondern einfach noch mehr Abende zusammen am Feuer haben wollten.
2. an meine eigene Sippe. Ich fange an zu grinsen, wenn ich daran denke, wie mir meine Mädels am letzten Abend einer Aktion immer sagen: „Katze, ich will morgen noch nicht Heim. Es ist gerade so schön hier.“ Wie schnell die Zeit vergeht , merken wir alle und genießen deswegen umso mehr die gemeinsamen Momente.
3. Gemeinsame Momente genießen und die Zeit vergeht im Nuh. So ist die Situation für mich, wenn ich gute, alte Freunde wiedersehe. Es gibt viel zu erzählen, und die Zeit wird genutzt um sie gemeinsam zu genießen „denn so jung, so jung kommen wir nicht mehr zusammen.“

Mein Fazit zur CD:
Einige Lieder kannte ich schon. Die anderen kenne ich jetzt auch. Es sind Seefahrerlieder, die ich schön finde, die mich in Großfahrtstimmung bringen und die ich für den diesjährigen Segeltörn lernen werde.

 

Annikas Meinung

Mein Ohrwurm:
Der Wagen. Ist zwar schlicht und einfach gehalten und gesanglich nicht das beste Lied der CD, weckt bei mir aber sofort Fernweh. Und ich finde die schlichte Interpretation passt zum Lied.

Was mich total gefreut hat:
La Exiliada del Sur. Es erinnert mich an meine Chile-Fahrt und ich werde direkt etwas wehmütig ;-) Ist (wenn man das Original kennt) nicht einfach zu singen und zu spielen, wurde aber, finde ich, super umgesetzt, vor allem durch die sauber gespielten Instrumente.

Mein Fazit zu CD:
Liedauswahl und Texte sind typisch Zugvogel: frech, etwas lodderig und weit entfernt vom allgemeinen Fahrtenlied. Nicht alle Lieder sind 100% sauber gesungen, aber das macht es gerade authentisch und locker.
Auch für Abwechslung zu allen anderen „Standart-CD´s“ sorgt, finde ich, die gute Instrumentierung.
Das Einzige, was ich etwas vermisse, sind ruhigere, nachdenklichere Lieder. Die einzigen Lieder, die mal zum „Ausruhen“ einladen, sind Bonn Apetit Dreamer, Chi Snaesch und Liegst du lang, ansonsten ist die CD ein einziges Fest.

 

Von:

Eli stammt aus dem VCP Gau Tronje. Sie wahrt einen gesunden Abstand zu allem was zu technisch und zu viel Nerdkram ist. Sie sorgt dafür, dass möglichst viele Fehler auf schwarzzeltvolk.de nie das Licht der Öffentlichkeit erblicken.

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