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Die einzig wahre Wahrheit über die Bündische Akademie – ein Interview

Heini, Eli und WoHei vom Schwarzzeltvolk waren am vergangenen Wochenende in Lüdersburg. Sie lagen in der Sonne und befragten mama jens zur Bündischen Akademie, die über Christi Himmelfahrt in Lüdersburg stattfinden wird. mama jens ist Mitglied im Hauptausschuss der Bündischen Akademie und sagt nicht immer die Wahrheit…

WoHei: Hallo mama jens. Magst du dich unseren Lesern kurz vorstellen?

mama jens: Ich bin mama jens, komme aus der Freien Pfadfinderschaft und bin seit geschätzten fünf Jahren im Hauptausschuss der Bündischen Akademie.

Eli: Was ist der Hauptausschuss?

WoHei: Ja, und was ist die Bündische Akademie?

mama jens: Der Hauptausschuss ist ein Kreis von verschiedenen Leuten aus verschiedenen Bünden mit verschiedenen Bildungshintergründen. Und die versuchen eine tolle Tagung zu einem bestimmten Thema auf die Beine zu stellen und dieses aus möglichst verschiedenen Richtungen zu beleuchten. D.h. wir versuchen wissenschaftliche, philosophische, künstlerische oder handwerkliche Richtungen zum Thema rauszufinden. Dazu laden wir tolle Referenten ein, die das Thema beleuchten können. Das ist schwer zu erklären.

WoHei: Mach’s doch mal konkret. Was heißt das für dieses Jahr? In einer Woche ist BüAk. Was erwartet mich, wenn ich da hinfahre?

mama jens: Dieses Jahr ist das Thema „Wahrheit“, was natürlich aktuell ist, durch Guttenberg und Wulff und so weiter. Da haben wir zum Beispiel eine politische Komponente. Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch? Darf man Wahrheit verschweigen? Was macht es mit den Menschen wenn sie herausfinden, dass sie nicht die ganze Wahrheit kennen etc. weiterlesen…

02

05

Der Rheinische Singewettstreit. Gekapert! – Eine Satire gegen den Abgesang auf und vor bündischen Bühnen.

Seltsame Zeiten scheinen das zu sein in denen wir Bündische leben. Singewettstreit reit sich an Singewettstreit, obwohl angeblich jedes Jahr weniger Gruppen physisch und mental dazu in der Lage seien einen guten Beitrag auf die Bühne zu bringen, und das seit Jahrzenten schon. Auch die vielen liebevoll gemeinten Ermunterungen, ausgesprochen von erfahrenen Bündischen und großartigen Sängern haben daran wenig zu ändern vermocht. Unabhängig davon, ob sie abends bei Bier und Kerzenschein ausgesprochen wurden, oder vom Katheder der Singewettstreitbühnen aus Verkündigung fanden.

Das einzige was über die Jahre immer und stetig zunimmt ist die Politisierung unserer geliebten, heilen, bündischen Welt, die sich nirgends so schön zu manifestieren scheint wie auf Singewettstreiten. Immerhin, es gibt uns alljährlich einen Anlass aufzuhorchen, zu mahnen und Zeigefinger zu schwingen.

Dabei irren wir gewaltig.

Bei all der Suche nach der ewig rechten Bedrohung, sind wir geneigt die politische Agitation aus ganz anderer Richtung zu übersehen:

Denn schlimm ist nicht, wenn Wandervögel in Lodenjankern „In Mantua zu Banden“ anstimmen und das nicht nur in einem konservativen Outfit, sondern auch mit einem eben solchen Arrangement. Das ist allenfalls langweilig. Wirklich schlimm ist allerdings, dass im Windschatten solcher Beiträge auf der Bühne in St. Goar schamlos parteipolitische Werbung betrieben wurde und es das Gro der Anwesenden offensichtlich noch nicht einmal bemerkt hat. Ich spreche von Piraten-Liedern, die vor allem von Gruppen aus NRW vorgetragen wurden. Erschreckend, wie hier Gruppen, denen man bislang keine politische Verwandtschaft zugetraut hätte, einstimmig ins gleiche Horn stoßen. Vereinzelt wurde sogar mit Slogans wie „In jedem von uns steckt ein Pirat“ von der Bühne geworben. Man müsste ein Narr sein, um unter diesen Umständen, in Zeiten des Wahlkampfs, nicht den Teufel an die Wand gemalt zu sehen.

Andererseits. Worüber regen wir uns eigentlich auf? Wie wir uns alle vom in St. Goar offiziell bestellten Redner haben erklären lassen sind die Zeiten in denen auf Singewettstreiten Meisterwerke vorgetragen wurden sind lange vorbei. Singen und Musizieren haben in unserer Gesellschaft längst alle Bedeutung verloren und verliert diese immer noch weiter. Vielleicht sollten wir uns diese Rede zu Herzen nehmen und die einzig logische Konsequenz ziehen: Wenn diese Singewettstreite wirklich soviel Bedeutung verloren haben, dann sollten wir im nächsten Jahr einfach zu Hause bleiben!

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Eine freie Minute für Alltägliches…

Dies ist ein Gastartikel von Joschko aus dem BdP Bayern. Dort schreibt er unter anderem für die Landeszeitschrift action. Heute eröffnet Joschko eine neue Kolumne auf schwarzzeltvolk.de. Eine freie Minute für Alltägliches…

Sanft, mittel oder hart können ihre Borsten sein – der eine oder andere weiß vielleicht schon, um wen es sich handelt. Mal sind die Borsten länger, mal kürzer, mal wechseln sich unterschiedliche Längen ab, mal sind zwischendrinn noch feinere Härchen. Die Borsten sind immer in kleinen Grüppchen versammelt, die mit mehreren anderen auf einem länglichen Teller sitzen.

Der Teller wiederum sitzt auf einem Hals, der in einen Griff mündet. Oftmals sind noch Gelenke zwischengeschaltet, um zu hohem Druck entgegen zu wirken.

Das tragende Grundgerüst besteht aus stabilem Kunststoff, ist aber dennoch nicht starr. Am Griff sind dann meist etwas griffige teilweise mit rutschfesten Noppen versehene Gummiüberzüge angebracht, damit sie angenehmer in der Hand liegt.

Die Farben und das Aussehen können ganz unterschiedlich sein. Die eine hat noch einen Ständer mit Saugnäpfen zum standsicheren Befestigen auf glatten Oberflächen, die andere ist elektrisch. Sie können größer, kleiner, für Erwachsene oder Kinder sein – es gibt sie in ganz unterschiedlichen Ausführungen und doch ist sie immer als solche zu erkennen.

Jeder benutzt sie, jeder schätzt sie und spätestens, wenn man sie einmal vergisst, wird einem ihr Wert wieder einmal richtig bewusst: Es ist die Zahnbürste und ich will sie nie auf Lagern missen.

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04

Was summt bleibt draußen – Ein Mückenschutz im Eigenbau

Dies ist ein Gastartikel von Matthes aus dem Stamm Rheinfranken im Deutschen Pfadfinderbund Mosaik (DPBM). Spätestens mit der Entscheidung zur Bundefahrt nach Finnland war für ihn klar, ein professioneller Mückenschutz für die Kohte muss her.
Der Artikel erschien im Original im haddak, der Bundeszeituschrift des DPBM.

»Ich habe 53 Mückenstiche, und du?« – »Ich hab’ 44!« – »Dann hab’ ich gewonnen!« Welcher Stamm kennt sowas nicht? 2008 in Bodman am Bodensee war es so schlimm, dass die Lagerleitung sogar Moskitonetze für die Nächte holte. Ein olivengrünes Netz für jeden – absolut nicht kohtenkompatibel.

Als Finnland zum Ziel der Bundesfahrt 2009 gewählt wurde, kamen die Erinnerungen wieder hoch. Aber was gegen die zu erwartende Mückenplage tun? Die Idee: Ein Mückennetz für die Kohte selber machen! weiterlesen…

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04

Auf dem Beräunertreffen 2012

Das Beräunertreffen 2012 fand am 17. März auf Burg Ludwigstein statt. WoHei war dabei und berichtet von Wandervögeln und Pfadfindern, und von “seltsamen Gestalten”, die das Wochenende beeinflussten, egal ob man sie nun auf der Burg angetroffen hat oder nicht.

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Es mag sonderbar klingen, aber meine Fahrt zum Beräunertreffen 2012 begann tatsächlich schon, und das ganz unerwartet, am Donnerstagabend. Statt einfach nur in einer Kneipe zu sitzen und mein Kölsch zu genießen, durfte ich mir anhören, dass man zum Beräuner ja nicht hinfahren könne. „Der seltsamen Gestalten die sich dort rumtreiben wegen.“ Nun, davon abgesehen dass die Entscheidung sowieso schon gefallen war,  sah ich nicht ein, mir von irgendwelchen Leuten die ich nicht kenne, die Feier vermiesen zu lassen.

Nicht ganz vierundzwanzig Stunden später sitze ich erst im Zug nach Duisburg und dann bei Anna, meiner Mitfahrgelegenheit, im Auto Richtung Werra-Meißner-Land. Es ist schon dunkel, aber alles andere als kühl als wir auf der Burg ankommen. Im Speisesaal sammeln sich Freunde und fremde Gesichter. Seltsame Gestalten kann ich keine entdecken, nur das übliche bündische Volk.

Wenig später spielen Prinz König zum Tanz auf. Und im Publikum wird getanzt. Den Anfang macht unerschrocken der Ska-Bund, gefolgt von den Pfadfindern aus Polen für die es kein Halten zu geben scheint und irgendwann tanzt der ganze Saal.
Die Kapelle auf der Bühne singt dazu: “Hoch lebe der Widerstand! Hoch lebe das Vaterland! Hoch lebe die Proletarierin! Hoch lebe der Lottogewinn! Wir wünschen die Menschen vereint…” Texte von Prinz König waren noch nie einfach und nur selten eindeutig, aber ich denke trotzdem wieder an die Diskussion vom Vortag. “…wir brauchen einen neuen Feind!” weiterlesen…

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