Getaggt mit: 2012

31

05

Ein Vibrieren lag in der Luft – Zu Gast auf dem Bundesmoot 2012

Dies ist ein Gastartikel von Samu aus dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP). Samu ist ehemaliger Landesvorsitzender des BdP Landesverbandes Baden-Württemberg und jetzt tätig im Stiftungsrat der Stiftung Pfadfinden. Als solcher war er als Referent auf dem Bundesmoot 2012 in Immenhausen. Dahinter verbirgt sich ein bundesweites Lager speziell für Ranger und Rover, also Pfadfinderinnen und Pfadfinder ab 16.

Hmmm, leerer Platz? Keine Leute zu sehen – hab ich mich etwa im Termin geirrt?

Bei meiner Ankunft auf dem dritten Bundesmoot des BdP im Bundeszentrum in Immenhausen macht sich erst mal Verwunderung breit: wo sind die alle und was machen sie?

Doch schon der zweite Blick in die Runde lieferte Antworten zuhauf: selbst in der Mittagspause stand nicht nur „schnell Essen fassen“ an oberster Stelle. Viele Grüppchen hielten sich immer noch dort auf, wo ihre Workshops am Vormittag stattgefunden hatten. Man blieb zusammen, spann weiter, bastelte, spielte, erzählte….

Bei der Anmeldung traf ich niemanden an, dafür wurde ich vom Team erstmal zum Mittagessen eingeladen und bevor ich zum Auto zurück laufen und mein Essgeschirr holen konnte, bekam ich schon Teller und Besteck angeboten. Mir schien sofort, das Verpflegungsmodell „gegessen wird in Kochgruppen, die zentral alle mit den gleichen Rezepten und Zutaten versorgt werden“ führte zu einer richtig entspannten Esskultur. Eigentlich war es egal, ob man in der eigenen Kochgruppe oder bei „den Anderen“ zum Essen ging: es war für alle genug da, überall gab es das Gleiche. Nur im Termin gab es Unterschiede. Manche Kochgruppen waren schneller, manche gemütlicher. weiterlesen…

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23

05

Briefe an die Leser 2 – Ein Jahr Schwarzzeltvolk

Liebe Leser,

wir können und wollen es uns heute nicht verkneifen diesen kleinen Blog ein wenig zu feiern. Wir sind auf den Tag genau ein Jahr alt!

Wir freuen uns, dass wir heute, 365 Tage später, auf ein ganz schön bewegtes Jahr zurück schauen können. Wir sind mit dem ergeizigen Ziel gestartet euch hier einmal pro Woche einen Artikel zu präsentieren. Es war nicht immer einfach, aber, wir haben es geschafft (zumindest im Durchschnitt). Wir sind mittlerweile ein festes Team von sechs Redakteuren (jaja, unsere Autoren-Seite müsste mal überarbeitet werden) und unsere Leserschaft wächst auch beständig (das freut uns von allem am meisten). Mittlerweile bringt es schwarzzeltvolk.de auf mehr als 1700 Besuche im Monat. Ein Dank an dieser Stelle an alle treuen Leser, ihr motiviert uns jedes Mal aufs Neue.

Übrigens, keine Angst. Wir ruhen uns nicht auf den selbst erdachten Lorbeeren aus. Wir denken und schreiben permanent über Neues. Und natürlich freuen wir uns über Kritik und Anregungen von euch. Hinterlasst uns doch mal einen Kommentar hier im Blog. Das wäre das schönste Geburtstagsgeschenk das ihr uns machen könntet.

Was alles andere betrifft: Mal sehen. Wir sind unseren Windeln noch nicht ganz entstiegen, aber unser Baby bekommt schon erste Zähne.

Es grüßt:

das Schwarzzeltvolk!

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10

05

Die einzig wahre Wahrheit über die Bündische Akademie – ein Interview

Heini, Eli und WoHei vom Schwarzzeltvolk waren am vergangenen Wochenende in Lüdersburg. Sie lagen in der Sonne und befragten mama jens zur Bündischen Akademie, die über Christi Himmelfahrt in Lüdersburg stattfinden wird. mama jens ist Mitglied im Hauptausschuss der Bündischen Akademie und sagt nicht immer die Wahrheit…

WoHei: Hallo mama jens. Magst du dich unseren Lesern kurz vorstellen?

mama jens: Ich bin mama jens, komme aus der Freien Pfadfinderschaft und bin seit geschätzten fünf Jahren im Hauptausschuss der Bündischen Akademie.

Eli: Was ist der Hauptausschuss?

WoHei: Ja, und was ist die Bündische Akademie?

mama jens: Der Hauptausschuss ist ein Kreis von verschiedenen Leuten aus verschiedenen Bünden mit verschiedenen Bildungshintergründen. Und die versuchen eine tolle Tagung zu einem bestimmten Thema auf die Beine zu stellen und dieses aus möglichst verschiedenen Richtungen zu beleuchten. D.h. wir versuchen wissenschaftliche, philosophische, künstlerische oder handwerkliche Richtungen zum Thema rauszufinden. Dazu laden wir tolle Referenten ein, die das Thema beleuchten können. Das ist schwer zu erklären.

WoHei: Mach’s doch mal konkret. Was heißt das für dieses Jahr? In einer Woche ist BüAk. Was erwartet mich, wenn ich da hinfahre?

mama jens: Dieses Jahr ist das Thema „Wahrheit“, was natürlich aktuell ist, durch Guttenberg und Wulff und so weiter. Da haben wir zum Beispiel eine politische Komponente. Wie viel Wahrheit verträgt der Mensch? Darf man Wahrheit verschweigen? Was macht es mit den Menschen wenn sie herausfinden, dass sie nicht die ganze Wahrheit kennen etc. weiterlesen…

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02

05

Der Rheinische Singewettstreit. Gekapert! – Eine Satire gegen den Abgesang auf und vor bündischen Bühnen.

Seltsame Zeiten scheinen das zu sein in denen wir Bündische leben. Singewettstreit reit sich an Singewettstreit, obwohl angeblich jedes Jahr weniger Gruppen physisch und mental dazu in der Lage seien einen guten Beitrag auf die Bühne zu bringen, und das seit Jahrzenten schon. Auch die vielen liebevoll gemeinten Ermunterungen, ausgesprochen von erfahrenen Bündischen und großartigen Sängern haben daran wenig zu ändern vermocht. Unabhängig davon, ob sie abends bei Bier und Kerzenschein ausgesprochen wurden, oder vom Katheder der Singewettstreitbühnen aus Verkündigung fanden.

Das einzige was über die Jahre immer und stetig zunimmt ist die Politisierung unserer geliebten, heilen, bündischen Welt, die sich nirgends so schön zu manifestieren scheint wie auf Singewettstreiten. Immerhin, es gibt uns alljährlich einen Anlass aufzuhorchen, zu mahnen und Zeigefinger zu schwingen.

Dabei irren wir gewaltig.

Bei all der Suche nach der ewig rechten Bedrohung, sind wir geneigt die politische Agitation aus ganz anderer Richtung zu übersehen:

Denn schlimm ist nicht, wenn Wandervögel in Lodenjankern „In Mantua zu Banden“ anstimmen und das nicht nur in einem konservativen Outfit, sondern auch mit einem eben solchen Arrangement. Das ist allenfalls langweilig. Wirklich schlimm ist allerdings, dass im Windschatten solcher Beiträge auf der Bühne in St. Goar schamlos parteipolitische Werbung betrieben wurde und es das Gro der Anwesenden offensichtlich noch nicht einmal bemerkt hat. Ich spreche von Piraten-Liedern, die vor allem von Gruppen aus NRW vorgetragen wurden. Erschreckend, wie hier Gruppen, denen man bislang keine politische Verwandtschaft zugetraut hätte, einstimmig ins gleiche Horn stoßen. Vereinzelt wurde sogar mit Slogans wie „In jedem von uns steckt ein Pirat“ von der Bühne geworben. Man müsste ein Narr sein, um unter diesen Umständen, in Zeiten des Wahlkampfs, nicht den Teufel an die Wand gemalt zu sehen.

Andererseits. Worüber regen wir uns eigentlich auf? Wie wir uns alle vom in St. Goar offiziell bestellten Redner haben erklären lassen sind die Zeiten in denen auf Singewettstreiten Meisterwerke vorgetragen wurden sind lange vorbei. Singen und Musizieren haben in unserer Gesellschaft längst alle Bedeutung verloren und verliert diese immer noch weiter. Vielleicht sollten wir uns diese Rede zu Herzen nehmen und die einzig logische Konsequenz ziehen: Wenn diese Singewettstreite wirklich soviel Bedeutung verloren haben, dann sollten wir im nächsten Jahr einfach zu Hause bleiben!

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19

04

Eine freie Minute für Alltägliches…

Dies ist ein Gastartikel von Joschko aus dem BdP Bayern. Dort schreibt er unter anderem für die Landeszeitschrift action. Heute eröffnet Joschko eine neue Kolumne auf schwarzzeltvolk.de. Eine freie Minute für Alltägliches…

Sanft, mittel oder hart können ihre Borsten sein – der eine oder andere weiß vielleicht schon, um wen es sich handelt. Mal sind die Borsten länger, mal kürzer, mal wechseln sich unterschiedliche Längen ab, mal sind zwischendrinn noch feinere Härchen. Die Borsten sind immer in kleinen Grüppchen versammelt, die mit mehreren anderen auf einem länglichen Teller sitzen.

Der Teller wiederum sitzt auf einem Hals, der in einen Griff mündet. Oftmals sind noch Gelenke zwischengeschaltet, um zu hohem Druck entgegen zu wirken.

Das tragende Grundgerüst besteht aus stabilem Kunststoff, ist aber dennoch nicht starr. Am Griff sind dann meist etwas griffige teilweise mit rutschfesten Noppen versehene Gummiüberzüge angebracht, damit sie angenehmer in der Hand liegt.

Die Farben und das Aussehen können ganz unterschiedlich sein. Die eine hat noch einen Ständer mit Saugnäpfen zum standsicheren Befestigen auf glatten Oberflächen, die andere ist elektrisch. Sie können größer, kleiner, für Erwachsene oder Kinder sein – es gibt sie in ganz unterschiedlichen Ausführungen und doch ist sie immer als solche zu erkennen.

Jeder benutzt sie, jeder schätzt sie und spätestens, wenn man sie einmal vergisst, wird einem ihr Wert wieder einmal richtig bewusst: Es ist die Zahnbürste und ich will sie nie auf Lagern missen.

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