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Die Waldjugend zur aktuellen Situation auf der Burg Ludwigstein

Seit einigen Jahren gibt es Diskussionen um die Jugendburg Ludwigstein und das von ihr vertretene Konzept „Offene Burg“. Im Nachgang zu den Feierlichkeiten des Meißner-Jubiläums scheinen die Wellen besonders hoch zu schlagen. Wir veröffentlichen an dieser Stelle einen Gastbeitrag der Deutschen Waldjugend, der anlässlich des bevorstehenden Forsteinsatzes auf dem Ludwigstein das Verhältnis zwischen Waldjugend und Burg beleuchtet und zusätzlich einen Appell an die Bünde des Meißner-Lagers richtet. Das Originaldokument dazu findet ihr am Ende dieses Artikels auch zum Download.

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Die Waldjugend zur aktuellen Situation auf der Burg Ludwigstein

Als Waldjugend sehen wir unsere Wurzeln im Naturschutz und in der Tradition der bündischen Jugendbewegung. In diesem Sinne führen wir seit Jahrzehnten unsere Bundesforsteinsätze auf dem Ludwigstein durch, einzelne Mitglieder sind aktiv in den Bauhütten oder der VJL oder haben als Freiwilligendienstleistende eine besondere Bindung zu dieser Identifikationsstätte der Jugendbewegung aufgebaut.

Als demokratischer Bund und Mitunterzeichner der Mannheimer Resolution diskutieren wir schon seit mehreren Jahren kritisch mit den Verantwortlichen der Stiftung Jugendburg Ludwigstein und der Jugendbildungsstätte über den politischen und bündischen Hintergrund eines Teils ihrer Besucher. Uns verwundert daher die aktuelle Berichterstattung nicht. Sie ist für uns aber Grund, den bisher leise geführten Diskurs in die (bündische) Öffentlichkeit zu tragen. Dabei ist uns folgendes wichtig:

Das Engagement der Deutschen Waldjugend auf der Burg Ludwigstein ist seit mehreren Jahren als kritische Begleitung einer auch aus unserer Sicht mindestens unglücklichen Entwicklung zu verstehen. Wir stimmen der Interpretation des Konzepts der „Offenen Burg“ durch die Verantwortlichen der Stiftung, des Burgbetriebs und der Jugendbildungsstätte ausdrücklich nicht zu. Entschieden distanzieren wir uns von Gruppen, die offen oder verdeckt völkisches oder nationalistisches Gedankengut fördern.

Wir halten die Burg als überbündischen Identifikationsort der Jugendbewegung aber für zu wichtig, als dass wir sie durch unser Weichen noch weiter den umstrittenen völkisch-nationalistischen Gruppen überlassen können.

Wir haben im Rahmen dieser Diskussion in den letzten Jahren mehrere Schritte unternommen:

  • 2010: Mehrere Gespräche mit Verantwortlichen der Jugendbildungsstätte und der Stiftung über unsere Kritik am Zugang der völkisch-nationalistischen Gruppen auf die Burg Ludwigstein.
  • 2011: Erstmalige Verlegung unseres Bundesforsteinsatzes auf die Burg Waldeck als Zeichen unseres Protestes gegen den zu offenen Kurs der Burg Ludwigstein
  • 2012: Erstmalige Verlegung unseres Fahrtenabschlusses auf die Burg Waldeck
  • 2011 – 2012: Insbesondere in der Schlussphase verstanden wir unser letztendlich erfolgreiches Bemühen, bei der Errichtung des Enno-Narten-Baus die aktivste bündische Gruppierung zu stellen, auch als Verhinderung einer möglichen Umdeutung des dritten Rings in ein Symbol neurechten Wirkens auf der Burg Ludwigstein.

Leider müssen wir konstatieren, dass diese kritische und achtsame Begleitung nicht zum Umdenken geführt hat. Stattdessen ist festzustellen, dass sich zunehmend umstrittene Besucher von Veranstaltungen der Burg angezogen fühlen, während viele demokratische Bünde des Meißnerlagers den Ludwigstein zunehmend meiden.

In der bündischen Bewegung wird derzeit intensiv darüber diskutiert, was vom 100jährigen Jubiläum des Freideutschen Jugendtages auf dem hohen Meißner bleibt – ja, ob er überhaupt etwas verändert hat. Aus unserer Sicht wird eine der bedeutsamsten Veränderungen dabei nicht ausreichend gewürdigt: Die bündische Jugendbewegung hat sich im Rahmen der Bundesführerversammlung des Meißner-Vorbereitungskreises unter hohem emotionalen Aufwand von völkischen und nationalen Gruppen distanziert und sie von der Teilnahme ausgeschlossen.

In diesem Sinne rufen wir die Bünde des Meißner-Lagers auf, der Burg Ludwigstein nicht den Rücken zu kehren, sondern sie gemeinsam mit uns weiterhin in bewusster Achtsamkeit kritisch zu begleiten. Die Jugendburg Ludwigstein ist aus unserer Sicht ein passender Ort, um die Auseinandersetzung mit dem und die Abgrenzung zum rechten Rand weiter zu diskutieren und zu festigen.

Gegenüber den Verantwortlichen der Burg Ludwigstein ist es uns auch in der jetzt öffentlichen Diskussion weiterhin wichtig, fair und wertschätzend zu kommunizieren. Wir erkennen den hohen Wert des außerbündischen Angebots der Jugendbildungsstätte für die demokratische Bildung junger Menschen an und haben am freiheitlich-demokratischen Wertegerüst der derzeitigen Verantwortlichen von Stiftungsvorstand, Burgbetrieb und Jugendbildungsstätte keine Zweifel. Umso mehr bedauern wir, dass die ausgezeichneten Projekte und Angebote durch die derzeitige Diskussion an Glanz verlieren. Es ist für uns ebenfalls nur schwerlich nachzuvollziehen, warum man sich dem Thema der Offenen Burg nicht mit der professionellen Distanz, der Offenheit und der ganzheitlichen Betrachtung nähern kann, die man im Arbeitskreis „Schatten der Jugendbewegung“ wertvoll und vorbildlich beweist.

Horrido

Kai Underberg,

Für den Bundesverband

Wir formulieren aus dieser grundsätzlichen Haltung folgenden Appell und freuen uns, wenn viele Bünde und jugendbewegte Gruppen unser Anliegen durch Mitunterzeichnung auf eine breite Basis stellen. Dazu genügt eine E-Mail an bundesleitung@waldjugend.de

 

Appell an die Jugendburg Ludwigstein im Meißnerjahr 2013

Wir bitten die Verantwortlichen der Stiftung Jugendburg Ludwigstein um eine neue, ergebnisoffene Diskussion über die Interpretation des Konzepts der Offenen Burg.

Neben der Überarbeitung der Kriterien für den bündischen Zugang und die bündische Mitwirkung auf der Burg fordern wir vor allem ein bewusstes Hinterfragen der aktuellen Anziehungskraft auf völkisch und nationalistisch gesinnte Kreise.

Die unterzeichnenden Bünde sehen diese Attraktivität nicht als Zufall, sondern als zwangsläufige Folge der fast unbegrenzten Öffnung der Jugendburg Ludwigstein in einer Zeit, in der die breite Basis der Jugendbewegung für ihre Orte und Veranstaltungen mittlerweile klare Grenzen definiert hat.

Die von den Gremien der Jugendburg Ludwigstein festgelegten Kriterien zum Ausschluss von Bünden empfinden wir – insbesondere für einen Ort der Jugendbegegnung – als unzureichend.

Wer definiert die Jugendbewegung? Für uns sind dies nicht die Gremien der Burg, sondern die gewählten Vertreter einer breiten Basis der Bünde.

Der ablehnende Beschluss der Bundsführerversammlung zur Meißnervorbereitung führt uns zurück zu der Grundsatzentscheidung, ob die umstrittenen Gruppen überhaupt als Teil der Jugendbewegung zu verstehen und somit von der Idee der Offenen Burg angesprochen sind.

Die bündische Jugendbewegung ist nicht die einzige Subkultur, die sich mit den Strategien der neuen Rechten auseinandersetzen muss. Wir halten es für den Beweis von Stärke und der Bedeutung der Ludwigstein für angemessen, die gebotene und hier angemahnte Neuorientierung unter Einbeziehung und Moderation neutraler, anerkannter Experten zu gestalten. Wir begrüßen in diesem Sinne jegliches Engagement der Meißner-Bünde auf der Burg Ludwigstein.

Im Namen der unterzeichnenden und auf der Burg aktiven Bünde: Wir lehnen die aktuelle Interpretation des Konzepts der Offenen Burg ab. Wir verwahren uns dagegen, dass unser Engagement als Beweis für die Funktionsfähigkeit des Konzepts oder zur Verharmlosung neurechter Umtriebe herangezogen wird.

Unterzeichner (Stand: 28.11.2013):

Deutsche Waldjugend Bundesverband e.V.
Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern e.V.
Ska-Bund
Hansdieter Wittke
Verband Deutscher Pfadfinder e. V.

 

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Die Waldjugend zur aktuellen Situation auf Burg Ludwigstein

Die Liste der Unterzeichner wird von uns regelmäßig aktualisiert (Anm. d. Redaktion)

 

 

Von:

Auf schwarzzeltvolk.de erscheinen in loser Reihenfolge Gastartikel von Autoren aus den verschiedensten Bünden. Wir sind immer auf der Suche nach guten Fahrtenberichten, Szeneartikeln und allem was sonst noch so auf schwarzzeltvolk.de passen könnte. Meldet euch einfach bei uns: gastartikel@schwarzzeltvolk.de

33 Kommentare zu Die Waldjugend zur aktuellen Situation auf der Burg Ludwigstein

  • Eckard Holler sagte:

    Ich begrüße die Initiative der Deutschen Waldjugend, die sich an die Verantwortlichen der Jugendburg Ludwigstein richtet und sie auffordert, die eingetretene Fehlentwicklung zu korrigieren. Es ist für mich als ein Mitglied der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein e.V. unverständlich und unerträglich, dass unter dem Deckmantel des Konzepts einer „Offenen Burg“ auf Burg Ludwigstein neurechte und anderen rechtslastige Vereinigungen gefördert werden. Es ist höchste Zeit, dass diese Förderung beendet wird.

  • Iris (DWJ und dort Laho ehemals Goch) sagte:

    Hallo,

    irgendwie hatte ich da einige Aktionen (oder Schritte im Rahmen dieser Diskussion) unsererseits als anders motiviert in Erinnerung, aber naja. Auf jeden Fall finde ich es blöd, wenn hier ganz schnell geschossen wird ohne mal vorher darüber zu sprechen. Ich höre immer Demokratie und eigentlich ist die DWJ ja auch Basisdemokratisch aber diese Stellungnahme kommt zu schnell und ohne Absprache. Ich hätte mir gewünscht, dass wir eine Stellungnahme gemeinsam formulieren. Oder habe ich da einen Thing oder ähnliches verpasst?

    Ich empfinde diese Stellungnahme als gemein der Lu gegenüber, als wenn die DWJ schon lange einfache Lösungen angeboten hätte und die Verantwortlichen auf der Burg diese nur nicht umgesetzt hätten. So ein Quatsch! Das hört sich in meinen Ohren alles so an, als wollten wir uns da nur in einem guten Licht präsentieren und nur mal eben sicher gehen, dass der schwarze Peter aber bitte bei jemandem anderen steckt. Also ich schäm mich grad.

    Abgesehen davon, dass ich auch der Meinung bin, dass unsere Anwesenheit ganz wichtig ist, damit die Burg nicht gänzlich von Brezelliesen und Kappenträgern besetzt wird (was noch lange nicht der Fall ist!), bin ich mit dieser Stellungnahme nicht einverstanden und bitte darum in Zukunft nicht nur nach Demokratie zu rufen, sondern diese auch anzuwenden!

    Sodele, ich besorg mir jetzt mal einen Mitgliedsantrag für die Deutsche Wandjugend und frag vorher vorsichtshalber nach, ob sie auch nur mit linksdrehendem Speis Mauern.

    Horrido
    Iris

    • Hallo Iris,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Die Bundesleitung hat die Stellungnahme mit allen gewählten und vertretungsberechtigten Landesleitungen abgestimmt und ist dort auf grundsätzlich große Zustimung gestoßen. Vorschläge von dort wurden umfänglich aufgenommen.
      Du schreibst: „Abgesehen davon, dass ich auch der Meinung bin, dass unsere Anwesenheit ganz wichtig ist, damit die Burg nicht gänzlich von Brezelliesen und Kappenträgern besetzt wird (was noch lange nicht der Fall ist!)“
      Wir freuen uns, dass du dem Kern unseres Anliegens somit zustimmst.
      Keinesfalls wollen wir den Eindruck erwecken, dass die anstehenden Entscheidungen für die Burg einfach werden. Den Beginn dieses Entscheidungsprozesses mahnen wir allerdings seit Jahren an.
      Für eine weitere Diskussion stehen wir auf allen bekannten Kanälen – oder heute Abend auf der Burg – gerne zur Verfügung.
      Horrido
      Die Bundesleitung

      • Damit dieser Kommentar besser verstanden werden kann, ist es sicherlich hilfreich, die folgenden Links zu beachten:

        Mitteilungen für unsere Burggäste/Einschnitt auf Burg Ludwigstein
        http://www.burgludwigstein.de/Burg-aktuell.205.0.html

        Antrag an die OMV der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein am 02.11.2013
        http://www.burgludwigstein.de/fileadmin/LudMedia/0168_VJL/OMV_Antrag.doc

        An die Bundesleitung:

        Zunächst einmal vielen Dank für die schnelle Reaktion. Und für die Info, dass ihr auf Bundesebene zusammengearbeite habt, das war mir sehr wichtig. Mir ging das alles einfach viel zu schnell. Direkt nach dem Artikel von Jesko Wrede sich selbst in ein gutes Licht zu rücken fand ich nicht fair. Aber wie Du oder ihr (mir ist ja leider nicht bekannt mit welcher Teilmenge der Bundesleitung ich hier kommuniziere) schon gesagt hast/habt, in den grundlegenden Dingen waren wir uns schon einig.

        Auch wenn ich sehr skeptisch war, muss ich doch sagen, dass ich mich heute nicht mehr schäme.
        Ich bin natürlich auch sehr traurig, dass die Burg die bündischen Aktivitäten eine Weile einfriert, aber ich bin über das Resultat und die Einigungen die getroffen worden sind sehr erleichtert. Aus einem „wir müssen mal miteinander sprechen“ ist nun ein „wir werden miteinander sprechen“ geworden. Das auf neutralem Boden mit professionellem Beistand und allen Beteiligten finde ich gut. Das habt ihr, der BdP und der Stiftungsvorstand der Jugendburg Ludwigstein meiner Meinung nach gut hinbekommen. Auch wenn jetzt alle erstmal schrecklich empört sein werden ist das ein guter Weg.

        An den Rest und die Bundesleitung:

        Dies kann ein guter Anfang sein. Vielleicht wird sogar überlegt, wer wir Bündischen überhaupt sind oder sein wollen und vor allem was wollen wir nicht! Das könnte man doch ganz prima in einer Formel zusammenfassen wie einer Meißnerformel die dann alle unterschreiben ;-) Spaß beiseite, wir müssen auf Dauer konkreter werden ich weiß es ist schwierig zu einem Konsens zu kommen, deshalb ist die professionelle Hilfe eines neutralen Moderatoren ja auch so wichtig. „Wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe nach fairen und demokratischen Grundsätzen“ (siehe Antrag an die OMV) halte ich hierbei für einen ganz wichtigen Aspekt.

        Ich persönlich denke es könnte fruchtbar sein vorher mal zu hören, was die Basis dazu sagt, im Falle der Waldjugend meine ich damit die einzelnen Horste und ihre Mitglieder, aber da habt ihr euch ja ganz bestimmt schon was ausgedacht. ;-)

        Und wenn wir dann irgendwann hoffentlich das Thema Rechts abhaken können, können wir uns vielleicht ja sogar wieder Themen widmen wie: „Wie kann ich die Natur erhalten in der ich mich so gerne aufhalte?“ oder wenn ihr es bündischer haben wollt: „Welche Ziele sollten die Bünde in der heutigen Zeit haben?“.
        Die Tatsache, dass im (Meißner) Jahr 2013 (einer Zeit von schwindender biologischer Divergenz und wachsenden klimatischen und ökologischen Veränderungen, sowie medialem Einfluss von angespülten Flüchtlingsleichen mal gar nicht zu sprechen) fast ausschließlich (und versteht mich nicht falsch, dass sind natürlich sehr wichtige Themen) über Rechts und Pädophilie diskutiert wird, nervt gehörig.

        Ich persönlich bin sehr gespannt wie es weitergeht!

        • Liebe Iris,
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          dein Kommentar oder vielmehr Nebelwurf vom 3. November um 20:27 verdient ein paar Zwischenrufe:
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          „Mir ging das alles einfach viel zu schnell“
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          Aha, überfordert spielen und mea culpa seufzen.
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          „Direkt nach dem Artikel von Jesko Wrede sich selbst in ein gutes Licht zu rücken fand ich nicht fair.“
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          In welches gute Licht? Erklärung und Appell sind Ablenkungsmanöver, legen eine falsche Fährte, mimen geschickt das betroffen Sensibelchen – aber arbeiten in Wirklichkeit den völkischen Bünden zu, wickeln die Leserschaft ein und lobpreisen letztlich die „Offene Burg“.
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          „in den grundlegenden Dingen waren wir uns schon einig“
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          Worin genau bitte? Völkische Büne raus oder völkische Bünde nicht raus? Bitte lege dich fest.
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          „Auch wenn ich sehr skeptisch war, muss ich doch sagen, dass ich mich heute nicht mehr schäme.“
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          Endgültig peinlich. Hirn anschmeißen, nicht theatralisch im schamhaften Sühne-Sumpf versinken. Bitte Sachinformation bringen, keine virtuelle Emotion anknipsen.
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          „Ich bin natürlich auch sehr traurig, dass die Burg die bündischen Aktivitäten eine Weile einfriert“
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          Auf den Propagandatrick reingefallen. Oder so tun als ob. Das „ich bin … sehr traurig“ will womöglich keiner wissen, oder möchtest du kalkuliert Schuldgefühle erwecken? The queen is not amused.

          Iris „sehr traurig“, wir alle im bündischen Schlumpfhausen tragen Trauerflor … wann Iris endlich wieder sehr fröhlich …

          Wo bitte geht’s hier von von Buhu nach Tralala, o Iris, zeig uns den Weg!
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          „Aus einem „wir müssen mal miteinander sprechen“ ist nun ein „wir werden miteinander sprechen“ geworden“
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          Genau, die Kinderchen lassen sich mit sozialpädagogischan Hohlparolen abspeisen.
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          „Das auf neutralem Boden mit professionellem Beistand und allen Beteiligten finde ich gut.“
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          Yes. Ein bisschen über Nazis quasseln.
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          „Das habt ihr, der BdP und der Stiftungsvorstand der Jugendburg Ludwigstein meiner Meinung nach gut hinbekommen“
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          Tja, Geld und Karriere sind schon ein Motiv.
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          „Auch wenn jetzt alle erstmal schrecklich empört sein werden ist das ein guter Weg“
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          Die Sprache der Macht hast du, Iris, schon ziemlich gut drauf. Die unter unseren Politikern leider üblich gewordene Hohlformel mit dem „guten Weg“ etwa macht jedes Sachargument überflüssig, denn das könnte ja in die Irre führen, ins Abseits.

          Gegner der Lächerlichkeit preisgeben, sinngemäß: die bringen euch nichts, die sind nur „schrecklich empört“. Das ist rhetorisch – und menschlich – unredlich.
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          „wir müssen auf Dauer konkreter werden“
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          Allerdings, und warum fängst du denn nicht an und distanzierst dich unmissverständlich von: Deutsche Gildenschaft, Deutscher Mädelwanderbund / Die Fahrenden Gesellen, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend. Um nichts anderes geht es schließlich.
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          „deshalb ist die professionelle Hilfe eines neutralen Moderatoren ja auch so wichtig“
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          Genau, das gewünschte schmierige Ergebnis (Burg MIT Völkischen) soll pseudodemokratisch legitimiert und vergoldet werden, damit sich alle irgendwie gut fühlen dürfen.

          Oh Moderator, erteile uns Absolution! Lass uns aufschluchzen: ich bin ok – du bist ok! Und ein abschließendes Küsschen dem schrecklich missverstandenen Deutschtums-Verherrlicher.
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          „Wertschätzende Kommunikation auf Augenhöhe nach fairen und demokratischen Grundsätzen“
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          Aha, unsere Iris mit den Wegbereitern von Germanienkult und Rechter Revolution ganz auf Augenhöhe.
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          „was die Basis dazu sagt, im Falle der Waldjugend meine ich damit die einzelnen Horste und ihre Mitglieder“
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          Geschickt aus der Verantwortung gestohlen: einfach die etwas desinformierten Siebzehnjährigen bzw. die altersgemäß unwissenden noch jüngeren Halbwüchsigen verantwortlich machen.
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          „Und wenn wir dann irgendwann hoffentlich das Thema Rechts abhaken können“
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          Schlussstrichdebatte wie nach 1945 … liebe Iris, du sollst nicht „abhaken“, sondern Stellung beziehen.
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          „medialem Einfluss von angespülten Flüchtlingsleichen“
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          Auf der Welt geschehen schlimme Sachen. Da sind unsere Ludwigsteiner Völkischen gar nicht so schlimm. Gucken wir einfach woandershin. Ich bin klein mein Herz ist rein, Tandaradei!

          So erfahren Ertrunkene in Deutschland dann doch noch Nutzbarmachung. Ethisch widerlich.
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          „fast ausschließlich (und versteht mich nicht falsch, dass sind natürlich sehr wichtige Themen) über Rechts und Pädophilie diskutiert wird, nervt gehörig“
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          Iris leidet nervlich („nervt gewaltig“) aufgrund der endlich erfolgten journalistischen Aufdeckungen von Leuten wie Christian Füller bzw. Jesko Wrede zu bündischem Kindesmissbrauch und bündischem Rechtsextremismus. Dauer-einlullender Singsang wäre ja auch viel romantischer.
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          „Ich persönlich bin sehr gespannt wie es weitergeht“
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          Iris sinngemäß und implizit: ich bin „persönlich“ lieb, aber mir widersprechen solltest du besser nicht.

          Und alles ganz aufregend irgendwie.
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          Unfasslich. The Ludwigsteinshow must go on.
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          Beste Grüße,
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          Soeren

          • Ey Soeren. Deine Meinung schön und gut, aber nicht in dem Ton, nicht bei uns.
            Bitte mäßige dich in Zukunft, wir sind hier nicht im PT ;-)

  • Kurz und knapp:
    Ich möchte meinen Unmut mit Iris teilen.

    Horrido
    Marei

  • binsenweisheit sagte:

    So wird das natürlich kalkuliert nichts. Die DWJ traut sich ja noch nicht einmal, die Bünde beim Namen zu nennen. Der „Diskurs“ kann eben gerade nicht „ergebnisoffen“ sein, WENN man Freibund / Deutscher Mädelwanderbund, Sturmvogel und Gildenschaft aus seinen Kreisen fern halten WILL.

    Völkisch denken ist wie schwanger, ein bisschen schwanger gibt’s nicht. Und sich ein bisschen von der Braunzone distanzieren funktioniert natürlich ebenso wenig.

    Was soll das naiv Spielen, wir alle wissen, wie politische Arbeit aussieht: einen Appell beginnt man nicht mit „Wir bitten“, sondern mit „Wir fordern“! Und sofort die Konsequenz nennen. Und die Fristsetzung. Stattdessen alles Schlumpfhausen oder was … Wattebäuschchenpusten …

    Statt dessen: der sich irgendwie zauberkräftig mit einer „professionellen Distanz, Offenheit und ganzheitlichen Betrachtung“ dem Ludwigstein und seinem Konzept von der Offenen Burg nahende Kai Underberg lockt die erfreulicherweise nichtvölkischen Bünde wieder auf den Ludwigstein, OHNE eindeutige Forderungen zu stellen. Klingt nett? Zweimal lesen: Wer ihm widerspricht, ist unprofessionell, verschlossen und nicht „ganzheitlich“, so droht Underberg gleich mit.

    Damit untergräbt die DWJ jeden Versuch, sich von der völkisch-nationalistischen Strömung auf Dauer und mit Erfolg zu entfernen. Was soll das? Ich habe bis gestern viel von der Waldjugend gehalten.

    Buhh, billiger Versuch! Zurück in die Küche damit.

    Nächster Versuch.

  • binsenweisheit sagte:

    „ein bewusstes Hinterfragen“

    Was für ein Gequatsche. Als ob der gierig nach Geldmitteln schielende Ludwigstein jemals irgendwas nicht „bewusst“ getan hätte. Und wer sagt morgen nein, wenn der LU verkündet, „hinterfragt“ zu haben („So liebe Kindeer, wir haben tagelang für euch gelitten und viiiel hinterfragt … Freibund bleibt hier!“).

    „Also ich schäm mich grad.“ Danke Iris, dein Anstand ehrt dich und gibt mir Hoffnung.

    „aber diese Stellungnahme kommt zu schnell und ohne Absprache“ – Iris, du hast die Hütchenspielerei und Schieberei bemerkt. So und nicht anders fühlt sich das an, wenn die Bundesobrigkeit die Basis über den Tisch zieht.

  • binsenweisheit sagte:

    Misstrauisch zu sein lohnt sich auch für Waldgänger und Blaublumesucher.

    In diesem Sinne und zur Feier des Tages, schließlich ist heute der erste Elfte:

    »Verlaßt die Tempel fremder Götter, glaubt nicht, was ihr nicht selbst erkannt«

  • #Eckard Holler

    Lieber zeko, oben hat jemand schon die Notwendigkeit betont, das Objekt der Empörung zu definieren, bitte sprich die Namen der bewussten Bünde aus: Deutsche Gildenschaft, Deutscher Mädelwanderbund, Die Fahrenden Gesellen, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend.

    Noch besser, wenn du dann in ein paar Sätzen begründest, warum etwa der Freibund mit Jugendbewegung, so wie du sie verstehst, nichts zu tun hat und zudem die freiheitliche Demokratie gefährdet. Und deinen Namen darunter, damit man weiß, wofür du stehst. Zugegeben, das erfordert Mut.

    Jahrelang völkische Bünde zu beherbergen ist auch keine „Fehlentwicklung“, sondern ein Skandal.

    Verzeih meine Direktheit, aber man nimmt es dir nicht ab, dass das Thema für dich „unerträglich“ sei. Wenn es dir wirklich wichtig wäre, würdest du jetzt einfach aus der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein e. V. austreten.

    Du wirst es nicht tun … sondern so tun, als würdest du etwas tun … Engagiertes Augenrollen halt, revolutionäre Als-ob-Aktion.

    Wenigstens ein Akteur hat gehandelt: das Hessische Sozialministerium friert Burg Ludwigstein sämtliche Fördermittel ein. Na Endlich. Geht doch.

    hermes

  • Was soll das denn jetzt?
    http://www.burgludwigstein.de/Burg-aktuell.205.0.html?&L=qbfcdemnake
    Zitat: “Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen.”

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  • “Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen.”
    .
    Die drehen die Eskalationsschraube ein klitzekleines bisschen weiter. Gehört sozusagen zum Ritual. Die neurechts angekränkelten oder ewig vaterländischen Ludwigsteiner machen Pokerface: Burg Ludwigstein droht den “Besuchern in Kluft” ein bisschen, aus Angst vor einem echten, ernst gemeinten Boykott.
    .
    Der ‚Lu‘ will sehen, ob die bündischen Kinderchen jetzt einknicken und sagen: O ja, lasst die vier bis fünf (mit DMWB) völkisch-nationalen Bünde weiterhin zu, wir bleiben auch nicht weg und finden das Konzept von der „Offenen Burg“ gar nicht mehr so schlimm.
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    Nicht nachgeben. Auch das nüchtern denkende Ministerium wird sich weder durch süßlich lockende noch durch schamlos drohende Tricks erpressen lassen.
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    Wir brauchen kein Gesäusel oder Gejammer, sondern eine Jugendburg ohne Deutschlandverherrlicher, ohne Völkische und nicht zuletzt ohne Kontaktpersonen in den organisierten Rechtsextremismus.
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    Da wo die Deutsche Gildenschaft, der Freibund, der Sturmvogel, die Fahrenden Gesellen oder der Deutsche Mädelwanderbund (DMWB) anwesend sind, kann man als Gruppenleiter mit den anvertrauten Kindern oder Jugendlichen schlicht nicht hin.
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    Also jetzt oder nie! Den Druck aushalten, Nein sagen zur „Offenen Burg“ und hoffen, dass auch das Ministerium eisern bleibt und die Finanzströme abstoppt.
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    Die weitere Umgebung ist herrliches altbewährtes Wanderland, vom Meissner bis zum Reinhardswald, von überall aus kann man als nichtvölkischer Pfadfinder oder Jugendbewegter ein paar Jahre lang die Burg gelassen aus der Ferne angucken, so lange, bis sich die brauenen SCHATTEN verzogen haben.
    .
    ¡Venceremos!

  • Tippfehler
    bis sich DIE BRAUNEN SCHATTEN verzogen haben

  • Ich begrüße den Appell und die Stellungnahme der Waldjugend. Der entscheidende Punkt wird hierbei klar genannt, es geht um eine Benennung der Kriterien für die Zusammenarbeit mit Bünden. Genau dieses Thema wurde in der Vergangenheit stets beiseite gedrängt. Einige sagten, es wäre mit der Einstufung „verfassungsfeindlich“ oder eben nicht bereits ein ausreichendes Kriterium benannt. Oder es wurde von Kriterien schlicht abgelenkt auf die Betonung der Meinungsfreiheit, ohne zu hinterfragen wo Meinungsfreiheit mit dem Respekt vor anderen Menschen und ihrer Freiheit in Konflikt gerät. Die Forderung nun Kriterien für Zusammenarbeit und Ausschluss gemeinsam zu erarbeiten ist genau das, was helfen kann den Rauswurf neurechter Bünde zu ermöglichen und eine solide und für alle nachvollziehbare Begründung für diesen Rauswurf zu benennen. Die Gegenargumente der Burgleitung und der Verteidiger der Rechten Bünde allgemein waren immer schon unglaublich dürftig. Man darf gespannt sein, wie solide Kriterien gefunden werden sollen, die Freibund und Konsorten trotz ihrer Tätigkeiten undSelbstdarstellungen weiter auf der Burg halten können.

  • Quetzalcoatl sagte:

    Lieber Dino,
    ird das nie was mit dem erfolgreichen Rausschmiss von Deutsche Gildenschaft, Deutscher Mädelwanderbund / Die Fahrenden Gesellen, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend (und evtl. zusätzlich vom eigentlich noch radikaleren Sturmvogel).
    Du musst vorher sagen, OB du den Freibund, Fahrende Gesellen oder Gildenschaft auf einem Wochenende, AUF DEM DU BIST haben willst oder nicht.
    Danach gibt es für dich nichts mehr zu diskutieren.
    Der köstliche binsenweisheit hat es auf den Punkt gebracht:
    „Völkisch denken ist wie schwanger, ein bisschen schwanger gibt’s nicht. Und sich ein bisschen von der Braunzone distanzieren funktioniert natürlich ebenso wenig.“
    Oder willst du die Völkische Bewegung ‚hereindiskutieren‘, für immer und ewig auf die Burg Ludwigstein hinauf-dialogisieren?
    Du würdest damit deine Hände in Unschuld waschen – denn sobald sich die Dialogbühne FÜR die Anwesenheit der deutschnational orientierten Bünde ausspricht, kannst du dich hinter dem irgendwie ‚basisdemokratischen‘ Entscheidungsprozess verstecken.
    Ludwigstein ist zwar nur ein winziges Abbild der Gesellschaft, ein Mikrokosmos, aber im Grundsatz ist das wie 1933 – wehret den Anfängen.
    Die Waldjugend und der BdP werden, so befürchte ich, NICHT ernsthaft nein sagen zu den ‚volkstreu Bewegten‘.
    Mit Dialog oder Diskussion hingenen wird die Burg Ludwigstein genau das hinbekommen, was sie will … die Anwesenheit von Deutsche Gildenschaft, Deutscher Mädelwanderbund / Die Fahrenden Gesellen, Freibund – Bund Heimattreuer Jugend für alle Ewigkeit DURCHSETZEN.
    Dieser Logik sollte man sich entziehen. Es gibt keinen Zugzwang zum Diskutieren über gemeinsame Freizeit von freiheitlich demokratischer Jugendbewegung und reaktionärer bis rechtsrevolutionärer Völkischer Bewegung.
    Ein klares Nein zum Dialog!
    Carlo Schmid sagte: „Man muß auch den Mut zur Intoleranz gegenüber denen aufbringen, die die Demokratie gebrauchen wollen, um sie umzubringen.“

  • Quetzalcoatl sagte:

    *srry, Korrektur*
    Lieber Dino,
    so wird das nie was …
    … Mit Dialog oder Diskussion hingegen

  • Die Burg wird vermutlich sich weiterhin sehr für die Rechten Bünde einsetzen. Jetzt aber können wir versuchen stärker und direkter eine Mitsprache einzufordern.
    Und überhaupt, was nützt es der Sache, wenn sich Kritiker*innen der „offenen Burg“ gegenseitig beleidigen, verbal angreifen und Sachen unterstellen? Die Alternative kein Dialog scheint mir wenig attraktiv. Ich begrüße Boykott als klaren Ausdruck einer Ablehnung an derzeitigen Zuständen. Aber wenn es die Chance gibt, mitzumischen, und nicht nur den selben konservativen Leuten Entscheidungen allein zu überlassen, sollte man diese Chancen nicht verstreichen lassen. Gegen Rechte Stellung beziehen geht aus der Ferne und von vor Ort! An je mehr Orten wir aktiv werden und auf je vielfältigere Weise, umso besser! Dann muss auch niemand später „die Hände in Unschuld waschen“…

  • Quetzalcoatl sagte:

    Der wichtigste Boykott ist der finanzielle: jetzt weg mit den öffentlichen Geldern. Und sei es um den PREIS (na was denn sonst), dass die sich Burg Ludwigstein bündisch-klassisch RUINÖS deformiert. Denn die gegenwärtige inhaltliche Braunfärbung ist mir die schlimmere Deformation.
    Ganz im Ernst, wir Romantiker LIEBEN RUINEN.
    Das Ministerium also friert die Zuschüsse für die nächsten hundert Jahre ein. Archiv wird in die City einer Großstadt verlagert, no problem.
    Kein emsiges Baumpflanzen oder -fällen mehr, endlich die reine Urwald-Zone am gesamten Berghang! Und viel eher schon werden Ruinenfreunde und Ludwigstein-Wildniswanderer singen können SCHATTEN FLACKERN AM RUINENRAND.
    … oder … achja: ODER Völkische Bewegung raus.

  • Quetzalcoatl sagte:

    Zunächst mehr Sorgfalt im Denken und Sprechen bitte, ein irgendwie gefühlvoller ‚Weichzeichner‘ macht völkisch motivierten Gegendemokraten und postmodern-überbündischen Karrieristen das Leben zu einfach.

    „Als Waldjugend sehen wir unsere Wurzeln im Naturschutz und in der Tradition der bündischen Jugendbewegung.“

    Eigentlich kann man nur entweder von Deutscher Jugendbewegung ODER von Bündischer Jugend reden, der zweite Begriff kennzeichnet, eng(er) ausgelegt, die Weimarer Epoche – gerade hierbei hätte sich die DWJ allerdings von Adlern und Falken, Geusen sowie Artamanen distanzieren müssen, denn die drei waren schließlich auch Bündische Jügend.

    Wie ich gerade sehe, hat auch bzw. nur Julia Fehlisch (Sozialpädagogin …) das reichlich geschichtsblinde Wortungetüm geprägt: „Die bündische Jugendbewegung als Teil der außerschulischen Jugendbildung. Eine Einordnung anhand der kritisch-konstruktiven Pädagogik nach Wolfgang Klafki und am Beispiel der Jugendburg Ludwigstein“

    Wer 2013, schräge Mischung aus Neologismus und Tautologie aber meinetwegen versuchsweise verwendet, ‚bündische Jugendbewegung‘ zusammenschraubt und sich nicht sofort von Adlern und Falken, Geusen sowie Artamanen distanziert, hat entweder von Bündische Jugend keine Ahnung oder es ist ihm alles nicht so wichtig oder er will die völkisch Bewegten ‚integrieren‘.

    Und weiter wird weichgezeichnet bei DWJ: „Als demokratischer Bund“ … was soll das, die DDR war auch demokratisch! Es muss FREIHEITLICH DEMOKRATISCH heißen. Falls nun einer murrt: ‚jaja ist doch klar‘ kann ich nur erwidern: nein ist es eben nicht!

    Dino sagt: „Die Burg wird sich vermutlich weiterhin sehr für die Rechten Bünde einsetzen.“

    Einspruch: es geht nicht um rechts, sondern um RECHTSEXTREMISTISCH bzw. VÖLKISCH. Leider ist dieses maulige, empört tuende ‚rechts‘ immer wieder zu hören, eine ganz ärgerliche sprachliche Schlampigkeit: bitte nie ‚rechts‘ sagen, wenn rechtsradikal bzw. konservativ-revolutionär bzw. ethnopluralistisch-rassistisch gemeint ist, wir sind hier nicht unter 14-Jährigen von der Antifa.

    Nichts gegen Schlagworte, aber zutreffen sollten sie.

    Junge Freiheit / IfS / Sezession / Blaue Narzisse sind nicht ‚wertkonservativ‘ (das ist die Junge Union ja hoffentlich), sondern gehören ins konservativ-revolutionäre bis rechtsradikale Spektrum, unterschiedliche Methoden anwendend und unterschiedliche Zielgruppen bedienend sowie durch Sympathie und allerlei Doppelmitgliedschaften verbunden.

    Und genau dieses Spektrum ziehen die Fahrenden Gesellen ebenso wie der Freibund auf den Ludwigstein, ideell (Alain de Benoist, Julius Evola) wie personell (Götz Kubitschek).

    http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Kubitschek

    „Arktos … Arktos hat sich als der englischsprachige Hauptverleger der europäischen Neuen Rechten etabliert (einschließlich der Übersetzungen von Alain de Benoist und Guillaume Faye). Erstmals wurde der russische Vordenker und ehemalige Berater Putins Alexander Dugin ins Englische übertragen. Weitere bekannte Autoren sind der italienische Traditionalist Julius Evola …“

    „Identitäre Bewegung Deutschland … Die Identitäre Bewegung ist genau das, worauf viele junge Menschen in Deutschland gewartet haben: vorwärts in eine neue Zeit drängend, dabei aber die eigenen Wurzeln nie vergessend.“

    „Deltastichting (Belgien) … eine konservative Zeitschrift, die vor 40 Jahren nach dem Vorbild der französischen, von Alain de Benoist verantworteten Elements gegründet wurde.“

    http://zwischentag.de/zwischentag/die-aussteller/

    DAS ist Theoriebildung und Freundeskreis des Kubitschek-Umfelds … oder kann man schon von international vernetzter straffer weltanschaulicher Führung reden? Und haben diese Kräfte demnächst den (seit 50 Jahren ohnehin arg nach zur äußersten politischen Rechten neigenden) blaublumeseligen Ludwigstein ganz im Griff?

    Beispiel einer gefährlichen, auf Minderjährige zugeschnitten Schrift; man sollte dafür sorgen, das Original nicht an Minderjährige heranlassen: die Blaue Narzisse.

    „Dabei nimmt sie nach eigener Aussage eine konservative Haltung ein, während sie von der Politikwissenschaft als zur Neuen Rechten gehörend betrachtet wird. Chefredakteur ist Felix Menzel, der auch für die Zeitschrift Sezession tätig ist und dem Umfeld des Instituts für Staatspolitik (IfS) und der Konservativ-Subversiven Aktion (KSA) um Götz Kubitschek zugeordnet wird.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Blaue_Narzisse

    Vier Chemnitzer Gymnasien haben den Verkauf der Zeitschrift Blaue Narzisse verboten – die einzig richtige Entscheidung.

    Auf Rechte Jugendbünde lesen wir, dass sich der Freibund auf einem Zwischentag darstellte:

    Dabei wurde erst im Oktober bekannt, dass der Freibund auf einer rechten Messe mit einem eigenen Stand vertreten war, die im rbb als “Gipfeltreffen der rechten Eliten” bezeichnet wurde. Neben dem Freibund selbst war auch das Internetportal “Blaue Narzisse” des Freibünders Felix Menzel maßgeblich an der Ausrichtung des Treffens beteiligt. Anlass des so genannten “Zwischentages” war das Erscheinen der fünfzigsten Ausgabe der Zeitschrift “Sezession”, herausgegeben vom Institut für Staatspolitik.

    Der selbe Text konstatiert eingangs nüchtern:

    „Die Burg Ludwigstein ist wohl der einzige Ort in Deutschland, an dem völkisch-nationalistische Jugendbünde wie der Freibund in dieser Form offen auftreten können.“

    http://rechte-jugendbuende.de/?p=2062

    Ohne unseren massiven Druck wird die germanisch-gemütliche Burg Ludwigstein auch weiterhin die ideelle wie personelle Fusion aus Jugendbewegung und schleichender rechter Revolution bzw. Völkischer Bewegung garantieren.

    Das Thema darf jetzt nicht in ‚Diskussionsrunden‘ ausfransen, auch nicht im ‚professionell moderierten Dialog‘.

    Alles Blaue Blume oder was … Müsli mampfen und mit der (alten Völkischen Bewegung bzw. der sogenannten) Neuen Rechten klampfen.

    Dass alte angesehene Wandervögel wie Gerhard Neudorf (Wo bleiben Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit?) sich für die Teilnahme etwa des Freibunds auf dem Meissnerfest 2013 eingesetzt haben verdient eigentlich, skandalisiert zu werden.

    Wer zur Deutschen Jugendbewegung (und insbesondere, wer zu den geschichtsklitternden, volksverherrlichenden und die vielfachen eigenen Verknüpfungen mit dem Nationalsozialismus verschweigenden Seilschaften rund um Burg Ludwigstein!) fundiert mitreden möchte, lese Christian Niemeyer: Die dunklen Seiten der Jugendbewegung: Vom Wandervogel zur Hitlerjugend


    http://www.amazon.de/Die-dunklen-Seiten-Jugendbewegung-Hitlerjugend/dp/3772084885

    Auf das NICHT REFORMIERBARE Konzept von der Offenen Burg kann man eigentlich nur mit Christian Wallner antworten:

    „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein.“

  • Hansdieter Wittke sagte:

    Als Mitglied der Vereinigung erwarte ich von der Mitgliederversammlung, die Entschließungen des BdP und der Waldjugend zur Grundlage des weiteren Vorgehens in dieser besonderen Lage zu machen.
    Das angebliche „Verbot“ Kluft zu tragen und als Bündischer auf der Burg in Erscheinung zu treten, halte ich für abenteuerlich. Als bekennender Lebenspfadfinder ist für mich eher das Gegenteil richtig. Hier heißt es deutlich Farbe zu bekennen und die demokratischen Überzeugungen kämpferisch zu vertreten! Und Entwicklungen zu stoppen.
    Nicht Gesinnungskontrolle gehört dazu sondern die offene und fundierte Auseinandersetzung mit den radikal oder unterschwellig agierenden Totengräbern der Demokratie.
    Überzeugt unterstütze ich die Initiative von Waldjugend und Pfadfindern!
    HDW

  • Lieber HDW,
    die „Initiative“ der Waldjugend ist eine Mogelpackung und das weißt du.
    Sie dient dazu, langfristig wie heute NICHTS gegen die Anwesenheit von Fahrenden Gesellen, Freibund und Gildenschaft tun zu müssen.
    Auch du gehst zu den drei Bünden (ok, Mädelwanderbund solo gezählt macht es vier Bünde) in deinem Kommentar NICHT explizit auf Distanz und sprichst die drei (oder eben vier) Namen noch nicht einmal aus.
    Das von dir – an der Sache vorbeiredend – „abenteuerlich“ genannte Kluftverbot (OT Ludwigstein: Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen) ist ein Ablenkungsmanöver und soll die überbündischen Kinderchen ein bisschen schnattern lassen und unter Druck setzen sowie dem Ministerium gegenüber ‚ein Zeichen setzen‘, dass man mit dem Konzept von der Offenen Burg so was von weitblickend und verantwortlich ‚auf Kurs‘ sei.

    Im Übrigen, HDW: wenn du mutig wärst, würdest du, immerhin Mitglied der Vereinigung, in diesen Tagen in schmucker Kluft hin an die Werra und Gesicht zeigen und dich fallweise vom Burggelände schmeißen lassen.
    Oder du würdest einfach aus der Vereinigung austreten (wirst du natürlich nie tun).

    Die endlich öffentlich gewordene Verknüpfung zum rechten Rand und darüber hinaus nennst du beschwichtigend „in dieser besonderen Lage“ – und hast damit schon wieder um die neurechte und alte völkische Sache herumgeredet.

    Was wird mit so viel Geschmeidigkeit (Rückgratlosigkeit) geschehen?
    Ihr werdet die drei Bünde also, nach ein bisschen Durchdiskutieren und Dialog-Kultivieren, verzückt über die eigene Großzügigkeit, ‚durchwinken‘ und in zwei, drei Jahren erstaunt tuend sagen können:

    ‚Na hoppla, Gildenschaft, Freibund & Fahrende Geselllen sind ja immer noch da – aber alles ganz basisdemokratisch gelaufen hier!‘

    Das ist zu verhindern.

    Die mächtigsten Ludwigsteiner Strippenzieher haben ihren Spaß an derartiger Unschlüssigkeit und Glitschigkeit und werden handeln nach dem Motto eines zeitgenössischen Songs:

    ‚und weil Entscheidung nicht deine Stärke ist

    muss ich mich statt deiner entscheiden‘

    Noch ist es nicht zu spät!
    Im selben Song heißt es schließlich:
    „Es ist gut,
    wenn du weißt, was du willst
    wenn du nicht weißt, was du willst,
    ist das nicht so gut“
    Lieber HDW,
    ich wäre dir dankbar, wenn du, gerne auch in Kluft, unzweideutig den Rausschmiss von Gildenschaft, Freibund und Fahrenden Gesellen fordern würdest.
    Herzlich Gut Pfad
    hermes

  • Ein paar Namen zur völkischen Bewegung, deren keineswegs geringe personelle wie ideelle Verzahnung zur Jugendbewegung beim hier besprochenen Streit (Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen) der Rede wert ist.
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    „Wie selbstverständlich den Deutschen ihre demokratische Ordnung geworden ist, zeigt sich auch daran, dass kaum noch jemand die Namen Paul de Lagarde, Julius Langbehn und Arthur Moeller van den Bruck kennt.“
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    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/politischesbuch/451057/
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    Paul de Lagarde:
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    „Deutschland ist die Gesamtheit aller deutsch empfindenden, deutsch denkenden, deutsch wollenden Deutschen: jeder Einzelne von uns ein Landesverräther, wenn er nicht in dieser Einsicht sich für die Existenz, das Glück, die Zukunft des Vaterlandes in jedem Augenblicke seines Lebens persönlich verantwortlich erachtet, jeder Einzelne ein Held und Befreier, wenn er es tut.“
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_de_Lagarde
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    Julius Langbehn
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    „Langbehns Gedankengut hatte starken Einfluss auf die Ausprägung von Antiintellektualismus und Antisemitismus in der deutschen Jugendbewegung.“
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Julius_Langbehn
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    Arthur Moeller van den Bruck
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    „Moeller van den Bruck … war ein deutscher Kulturhistoriker, Staatstheoretiker und völkisch-nationalistischer Publizist. Er gehörte zu den herausragenden Vertretern der sogenannten „Konservativen Revolution“ in den 1920er Jahren. Sein 1923 erschienenes Hauptwerk trägt den Titel Das dritte Reich. Moeller trug damit zur Verbreitung der von Dietrich Eckart geprägten Bezeichnung „Drittes Reich“ für den nationalsozialistischen Staat bei, die ab 1933 verbreitet war und auch nach 1945 in Benutzung blieb.
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    Wirkungsgeschichte nach 1945
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    Armin Mohler, selbst ein Vertreter der Konservativen Revolution und Vordenker der Neuen Rechten wies in seinem Werk Die konservative Revolution in Deutschland 1918 bis 1932, das in überarbeiteter Fassung bis heute aufgelegt wird, wieder auf den fast vergessenen Moeller hin.
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    In konservativen und Medien der Neuen Rechten wird bis heute der Versuch unternommen, jungkonservative Ideen und Vorstellungen in den gesellschaftlichen Debatten zu etablieren. Dabei erweist sich, wie auch schon zu seinen Lebzeiten, Moellers Russland-Sympathie regelmäßig als schwere Hypothek, die gegen einen Erfolg im bürgerlichen oder rechten Lager spricht.“
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Moeller_van_den_Bruck
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    Willibald Hentschel
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    „… und schrieb die Bücher Varuna (1901) und Mittgart (1904), in denen er Projekte einer arischen Rassenzüchtung propagierte …

    In Niegard, Kreis Westerwanna, baute er sich eine neue Existenz auf und rief 1923 von dort zur Bildung des Bundes ‚Artam‘ auf. Er löste damit die Gründung der bündischen Jugendbewegung der Artamanen aus, der auch Heinrich Himmler und Walther Darré beitraten.“
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Willibald_Hentschel
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    Bruno Tanzmann
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    „In diesem Haus gründete er zusammen mit seinem Bruder Edwin 1919 den Hakenkreuz-Verlag. Neben dem Hakenkreuz-Jahrweiser und vielem anderem verlegte er auch die Schriften des Lebensreformers Heinrich Pudor …

    1920 richtete Tanzmann in Hellerau die erste Deutsche Bauernhochschule ein und gab eine Zeitschrift mit dem gleichen Titel heraus. In dieser Zeitschrift druckte er 1923 einen Aufruf von Willibald Hentschel nach, in dem dieser fordert: Gründen wir „eine ritterliche deutsche Kampfgemeinschaft auf deutscher Erde – ich nenne sie Artam.“ Tanzmann wurde danach zum organisatorischen Mitbegründer der Artamanen-Bewegung, trat aber 1926 von deren Führung zurück.“
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Bruno_Tanzmann
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    Max Bewer
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    „Bewers zahlreiche Gedichte und Schriften sind Variationen von drei immer gleichen Themen: Die Verehrung der deutschen Klassiker, die Glorifizierung des „Reichsgründers“ Otto von Bismarck und ein fanatischer Judenhass …

    Weite Teile der Öffentlichkeit nahmen Bewer als Heimatdichter im Umfeld der Heimatkunstbewegung war. Publikumserfolge und Auszeichnungen erzielte er mit Stadthymnen, Landschafts- und Volksdichtung (Lieder aus Norwegen, Lieder aus der kleinsten Hütte) und patriotischer Heldenbeweihräucherung (Der deutsche Himmel).“
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Bewer
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    Alldeutscher Verband
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    „Radikalisierung seit 1903 … Das Denken der Alldeutschen war durchdrungen von den Lehren des so genannten Sozialdarwinismus und Lamarckismus, vom Kampf ums Dasein, vom Recht des Stärkeren und der Überzeugung, das schnell wachsende deutsche Volk brauche mehr Lebensraum, um zu überleben … rassische Höherentwicklung des deutschen Volkes, Ausschluss von Juden aus dem Verband (siehe auch Arierparagraph) …
    .
    Es folgte am 16. Februar 1919 die Bamberger Erklärung … Am 18. Februar 1919 wurde bei der Zusammenkunft in Bamberg der Deutschvölkische Schutz- und Trutzbund als Neben- oder Tochterorganisation des Verbandes gegründet. Der Bund wurde in der frühen Weimarer Republik die größte völkisch-antisemitische Massenorganisation.“
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Alldeutscher_Verband
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    Dietrich Eckart
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    „Bis zum Frühsommer 1915 wohnte Eckart mit seiner Familie in Bad Blankenburg; danach zog er nach München-Schwabing, wo er in Kontakt mit völkischen Kreisen wie dem Fichte-Bund und der Thule-Gesellschaft kam und als Verfasser rechtsradikaler und antisemitischer Traktate hervortrat. Er gründete 1915 den Hoheneichen-Verlag …

    Er prägte 1919 als Mitbegründer der NSDAP den nationalsozialistischen Kampfbegriff „Drittes Reich“, womit vor allem eine Verbindung von christlichem Millenarismus und politischem Ziel gemeint war: „Im deutschen Wesen ist Christ zu Gast – drum ist es dem Antichristen verhaßt.“ Im August 1921 wurde Eckart Chefredakteur des Völkischen Beobachters …“
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Eckart
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    Artamanen
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    „Als Artamanen bezeichneten sich die Mitglieder des formal 1926 in München gegründeten „Bund Artam e. V.“, einem radikal-völkischen Siedlungsbund im deutschnationalen Flügel der deutschen Jugendbewegung ….

    Die Gruppe vertrat eine völkische, agrarromantische Blut-und-Boden-Ideologie und propagierte einen freiwilligen Arbeitsdienst in der Landwirtschaft. Ihr Weltbild war von rassenideologischen und völkisch-esoterischen Vorstellungen geprägt …

    Als Redner auf der Veranstaltung in Freyburg waren versammelt: Der völkische Schriftsteller Georg Stammler, Max Robert Gerstenhauer, Hans Severus Ziegler, Ernst Niekisch, Friedrich Muck-Lamberty, Kleo Pleyer, Alfred Rosenberg und Baldur von Schirach …

    Nach der Auflösung und dem Verbot aller übrigen Organisationen der bündischen Jugend und der freien Jugendbewegung im Zuge der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten wurde der „Bund der Artamanen“ als einzige Ausnahme im Oktober 1934 korporativ in die Hitlerjugend (HJ) übernommen und bildete später den Kern des Landdienstes der HJ.“
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    http://de.wikipedia.org/wiki/Artamanen#Ideologie
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    Wilhelm Kotzde-Kottenrodt
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    „Kotzde-Kottenrodt … wurde der Gründer der völkischen Jugendorganisation Adler und Falken und nach dem Ersten Weltkrieg Führer der Artamanen. 1929 wurde er Schirmherr der Deutschen Falkenschaft. Im Verlag Jos. Scholz in Mainz gab er u. a. die Mainzer Volks- und Jugendbücher sowie das Vaterländische Bilderwerk heraus. 1939 wurde er Mitarbeiter am Institut zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben.“
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_Kotzde-Kottenrodt
    .
    Um den rechten Rand der auch der Jugendbewegung bzw. Bündischen Jugend ihrer sozusagen klassischen Phase (Weimarer Zeit) genauer zu verstehen, ist eine mindestens ungefähre Kenntnis der genannten Personen meines Erachtens notwendig.

  • Nachbemerkung
    zum hier besprochenen Streit um Fahrende Gesellen (gegr. 1909) und Freibund (BHJ+DMWB). Wer diese gerade genannten Personen (Lagarde, Langbehn, Moeller van den Bruck usw.) bzw. Gemeinschaften (von Alldeutscher Verband bis Artamanen) gutheißt oder verharmlost oder zu wessen Bundesgeschichte und heutiger bündischer Identität sie untrennbar bzw. ungebrochen gehören, der hat auf einer in freiheitlich demokratischem Geist geführten Jugendburg meiner Meinung nach nichts zu suchen.
    .
    „Der Freibund (rechtlich: Der Freibund – Bund Heimattreuer Jugend) ist ein deutscher Jugendverband mit etwa hundert jugendlichen und zweihundertfünfzig erwachsenen Mitgliedern, der der Neuen Rechten zugerechnet wird.“
    .
    http://de.wikipedia.org/wiki/Freibund
    .
    „Die Gruppen, die diese völkische Szene bilden, berufen sich zumeist auf die Traditionen der »Deutschen Jugendbewegung«, die im vergangenen Jahrhundert in der Weimarer Republik ihren Höhepunkt hatte. So z.B. die »Fahrenden Gesellen – Bund für deutsches Leben und Wandern« (FG) und der assoziierte »Deutsch-Mädelwanderbund« (DMWB). Auch Gruppierungen wie der »Freibund – Bund Heimattreuer Jugend« und die »Wiking-Jugend«-Abspaltung »Sturmvogel – Deutscher Jugendbund« stellen sich in diese Tradition …
    .
    Am meisten unterschätzt wird in diesem Milieu die Rolle einer »bündischen Studentenverbindung«: der »Deutschen Gildenschaft« (DG). Die DG ist eine neurechte Kaderschmiede, die ebenfalls nach dem Lebensbundprinzip organisiert ist. Aus ihr rekrutierten sich die Personen, die für die Gründung bedeutender neurechter Strukturen verantwortlich waren. Zu diesen zählt neben der Wochenzeitung »Junge Freiheit« auch das »Institut für Staatspolitik«. Die DG verfügt durch Doppelmitgliedschaften über einen starken Einfluss auf die politische Ausrichtung aller o.g. Gruppen.
    .
    Die meisten bekannten Überschneidungen finden sich allerdings zwischen der DG und dem »Freibund«, aber auch Mitglieder des »Sturmvogel«, der »Fahrenden Gesellen« und des DMWB sind in ihren Reihen aktiv. Durch die Zusammenführung von Funktionären aus den genannten Bünden sowie Personen die der Ideologie der Neuen Rechten nahe stehen und keine »jugendbewegte« Vergangenheit haben, erfüllt die DG eine wichtige Vernetzungsfunktion zwischen den führenden Köpfen rechter Jugendbünde einerseits und politischen Aktivisten und Autoren der Neuen Rechten andererseits.“
    .
    https://www.antifainfoblatt.de/artikel/v%C3%B6lkische-parallelgesellschaft
    .
    „Eng verbunden mit den „Fahrenden Gesellen“ ist der „Deutsche Mädelwanderbund“ (DMWB). Dessen gleichnamiger Vorgänger-Bund wurde 1914 mit Hilfe der „Fahrenden Gesellen“ gegründet und weist ebenfalls eine völkische Vergangenheit auf. Erst vor einigen Jahren wurde der DMWB neu gegründet. Mit bei der Gründung dabei waren der extrem rechte Freibund und der „Jugendbund Sturmvogel“, eine Abspaltung von der neonazistischen Wiking-Jugend (1994 verboten).
    .
    Im Gegensatz zu vergangenen Zeiten mit vierstelligen Mitgliederzahlen sind die „Fahrenden Gesellen“ und der DMWB heutzutage Kleinst-Organisationen. Der DMWB soll nur über etwa 40 Mitglieder verfügen und zum Hauptfest zum 100jährigen Bestehen der „Fahrenden Gesellen“ Anfang Mai 2009 auf der Jugendburg Ludwigstein kamen lediglich 2-300 Teilnehmer.“
    .
    http://www.tueinfo.org/cms/node/19062

  • Einen Bundesnamen wählt man sehr bewusst.
    Zitat:
    .
    Der historische Deutsche Mädelwanderbund
    .
    Die Historikerin Antje Harms untersucht in einem Artikel, der 2005 im Jahrbuch des Archivs der deutschen Jugendbewegung erschien, den historischen Deutschen Mädelwanderbund ( DMWB ) auf seinen antisemitischen und völkischen Gehalt.10 Der Beitrag, der unter dem Titel „Antisemitismus und völkisches Denken im Deutschen Mädchen-Wanderbund 1914 – 1926“ veröffentlicht wurde, zeichnet auf der Grundlage der von der Autorin studierten Bundeszeitschriften das Bild eines Jugendbundes für Mädchen und junge Frauen, der während der Dauer seines Bestehens im Rahmen seiner frauenbewegten Haltung in Teilen sehr fortschrittlich, in den Grundlagen und sonstiger politischer Ausrichtung jedoch radikal völkisch-antisemitisch geprägt war. Harms benennt die „bizarre Verbindung, die Antisemitismus und Feminismus im DMWB eingehen konnten“.Die Gründung des DMWB vollzog sich auf einer Sonnenwendfeier der Fahrenden Gesellen im Juni 1914. Ziel war die Vereinigung „alle[r] deutschen Mädchen rein deutschen Blutes auf völkischer Grundlage“ in einem jugendbewegten Bund. Jüdische Mädchen waren also von Beginn an von der Mitgliedschaft ausgeschlossen, was in der Satzung festgeschrieben war …
    .
    … So war der DMWB fest eingebunden in das Netzwerk völkischer Jugendbünde der Weimarer Republik. Neben den Fahrenden Gesellen pflegten die Gruppen des DMWB Kontakt zu deren Abspaltung, den Geusen, „die ab Mitte der 1920er Jahre enge Beziehungen zur Hitlerjugend pflegten und ab 1930 den Anschluss an die NSDAP befürworteten“. Harms benennt weitere Kontakte zum Jungdeutschen Bund, einer Sammlungsvereinigung völkischer Jugendbünde, sowie zur „Deutschen Schwesternschaft, die als deutschreligiöse Frauenvereinigung Teil der völkischen Siedlungsbewegung war“ …
    .
    (sorgfältig recherchiert auch: „1953 – Hans Grimm über „Die Aufgabe des Dichters in der heutigen Zeit“ Auf dem Bundestag vom 23. – 25.05. 1953 auf der Burg Ludwigstein trat der Vorzeigeautor des NS-Regimes Hans Grimm auf.27 Grimm war der Autor des Blut-und-Boden-Romans „Volk ohne Raum“28 , welches im Nationalsozialismus zur Schullektüre gehörte …“, auch zu: „sogenannte „Überbündische Lager“ unter ( zum Teil ) wechselnder Beteiligung … „Birkler-Wandervögel“ … den Ludendorffern ( Bund für Gotterkenntnis …“,
    .
    Bis in die achtziger Jahre haben dem ÜK daneben als Mitgliedsbünde der Dörnbergbund, der Freundeskreis der Artamanen, der Freundeskreis der Geusen, der Greifenbund alter Wandervögel, der Jungvolkliche Bund (Jungvolk) und der Freundeskreis ehemaliger Nordungen angehört. Dieser besteht aus Mitgliedern des Ordens der Nordungen, der von 1924 bis 1934 bestanden hatte und dem Umfeld der neugermanischen Glaubensgemeinschaften zuzurechnen ist …
    .
    (bitte auch im Kontext lesen bei Rechte Jugendbünde, unter: “Die Fahrenden Gesellen” und der “Deutsche Mädelwanderbund”)
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    http://rechte-jugendbuende.de/?p=81
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    Die Fahrenden Gesellen
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    Die Fahrenden Gesellen Bund für deutsches Leben und Wandern e.V.
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    Der am 21. Januar 1948 wieder gegründete Verein führt den Namen „Die Fahrenden Gesellen, Bund für Deutsches Leben und Wandern e.V.“ Er fasst die Mitglieder des Jungenbundes „Die Fahrenden Gesellen“ (FG) sowie Einzel- und Familienmitglieder unter einem Dach zusammen und ist eng verbunden mit dem „Deutschen Mädelwanderbund“ (DMWB).
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    Der Bund blickt auf eine lange Geschichte im Kreise der deutschen Jugendbewegung zurück. So zählten die Fahrenden Gesellen zu den entscheidenen Bünden beim so genannten Fichtelgebirgstreffen der bündischen Jugend bei Weißenstadt am 3./4. August 1923. Ebenso waren die Fahrenden Gesellen bei den Vorbereitungen zum Meißnerlager 1963 führend dabei – im Anschluss an das Lager kam es zur Gründung des RjB.
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    Die Fahrenden Gesellen sind Mitglied im Ring junger Bünde.
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    http://scout-o-wiki.de/index.php/Die_Fahrenden_Gesellen
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    Da fragt man sich doch: Wann endlich schmeißt nicht nur Burg Ludwigstein, nein, sondern: wann endlich schmeißt auch der Ring junger Bünde (RjB) die Fahrenden Gesellen raus? Und, anders nachgefragt, wenn er das nun einmal nicht tut: Warum hält der RjB an den FG in Treue fest?
    .

  • Es gibt in der Zwischenzeit eine neue Erklärung der Burg Ludwigstein die einiges rund um den Ausschluss der Bünde besser erklärt.
    http://www.burgludwigstein.de/Fuer-die-Buende.202.0.html

  • Zum Kommentar von WoHei:
    Die von Ihnen/Dir verlinkte Erklärung der Burg ist Gerede um den heißen Brei herum.
    Die Frage nach der Zulassung oben genannter und vom Verfassungsschutz, zumindest in der Vergangenheit (…) beobachteten Bünde, die Deutsche Gildenschaft wird wohl eindeutig noch weiterhin im Blick behalten, bleibt da völlig aussen vor. Von den anderen Kommentatoren wurde diese Problematik des „ein bischen völkisch“ schon ausführlich, leicht verständlich und durchdacht, beantwortet. So ein bischen reden und moderieren – alles Abwehrmechanismen. Das sind auch nicht irgendwelche Rechten auf dem Ludwigstein, sondern DIE (!!) Rechten.

    Das erste glaubwürdige Ansatz ist die „Die aktuell beantragte Mitgliedschaft im „Beratungsnetzwerk Hessen und Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus““ http://www.burgludwigstein.de/index.php?id=760
    Es leibt die Frage, was bei raus kommt, denn wer ständig eine vergleichbare, gerne auch aus anderen Motiven, Verharmlosungsstrategie wie die der rechten Bünde fährt, macht sich nicht grade glaubwürdig…

  • Nachtrag
    „Die von Ihnen/Dir verlinkte Erklärung der Burg ist Gerede um den heißen Brei herum.“ Dieser Satz bezieht sich nicht auf Sie/Dich, sollte nicht Sie/Dich auf keinen Fall beleidigen; sondern ich will mit diesem Sprichwort sinnbildlich den Problem bezogenen Inhalt der Erklärung der Burg Ludwigstein darstellen. Diese Erklärung trifft den Kern der Problematik nicht.

  • Besucher in Kluft sagte:

    MINISTER: GELD FÜR LUDWIGSTEIN IST WIEDER FREI

    Burg Ludwigstein. Geld des Landes Hessen für die Jugendburg Ludwigstein ist nicht länger eingefroren.

    Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) erklärte am Freitag auf eine HNA-Anfrage, die Verantwortlichen der Burg hätten überzeugend darlegen können, dass eine „rechte Milieubildung“ weder befördert noch toleriert werde. Dazu seien auch externe Auskünfte über verschiedene Bünde eingeholt worden.

    Das Ministerium hatte im Oktober alle Zuwendungen für die Jugendbildungsstätte vorerst gestoppt und Entscheidungen über Investitionsförderungen ausgesetzt, nachdem ein freier Journalist Anfragen beim Ministerium gestellt und Rechtsextremismus-Vorwürfe unter anderem in einem Internet-Magazin veröffentlicht hatte.

    http://www.hna.de/lokales/witzenhausen/minister-geld-ludwigstein-wieder-frei-3209518.html

  • Das Känguru sagte:

    Was ist das eigentlich für ’ne braune Schlonze am Boden von meinem Glas?

  • Der Minister erklärt – warum sollten die das besser wissen? Die „Toleranz“ des Konzeptes der nach rechts „offenen Burg“ hat faktisch dazu geführt, dass Teile der rechten Elite seit Jahren die Burg besuchen und sich in Posten und Funktionen befinden. Die Verschleierungstaktik der Burg Ludwigstein und die betreffenden Gruppen wurden oben schon ausführlich beschrieben. Es KANN also sein, dass sich jetzt was verbessert, die beantragte Mitgliedschaft im „Beratungsnetzwerk Hessen und Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ zeigt das, und beweist allerdings auch, dass doch was an den Vorwürfen dran ist.

  • Ein alter Wandervogel sagte:

    Ein „Zeichen setzen gegen Rechts“, neo-magisches Symbolhandeln. Wenn ich das schon höre: die beantragte Mitgliedschaft im „Beratungsnetzwerk Hessen und Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ …

    Die Ludwigsteiner schrecken jetzt offensichtlich vor gar nichts nichts zurück, nur um zu versuchen, sich die braunen Flecken aus der (nie so ganz weiß gewesenen) Weste herauszuwaschen.

    Von einem echten Einsichtsprozess kann ich beim Ludwigsteiner Kleeblatt (Eva Eis., Selmar Se., Holger Pfl.-Gro. und Stephan Somm.) nichts, aber auch gar nichts bemerken! Dafür ganz viel IMPRESSION-MANAGEMENT = die hohe Kunst des schönen Scheins (… des schönen GELDscheins) und noch viel mehr Hohlparolen.

    Endgültig peinlich! Sollen die Ludwigsteiner doch zu ihrem zart enthemmten Patriotismus der letzten Jahre stehen! Hoffentlich lehnt das „beratungsNetzwerk Hessen und Mobile Intervention gegen Rechtsextremismus“ (behaust in der Wilhelm-Röpke-Str. in Marburg, um einen sogenannten Landeskoordinator namens Dr. Reiner Becker) die beantragte Mitgliedschaft (vorläufig …) ab.

    Mag aber sein, dass das „beratungsNetzwerk … gegen Rechtsextremismus“ nur eine weitere Gutmensch-Schaufensterveranstaltung ist, die, irgendwie nett gemeint, nicht auf Durchsetzung der schützenswerten allgemeinen Menschenrechte (AEMR, festgestellt am 10.12.1948) bedacht ist, sondern vor allem der eigenen Karriere dient bzw. der „nachhaltigen“ Subventions-Sicherung … und nur so tut als ob.

    Dann wäre die Ludwigstein dort unter ihresgleichen.

    Es ist zum Verzweifeln und ich darf sarkastisch werden:

    Warum nicht gleich Karlheinz Weißmann oder Götz Kubitschek als Burgbeauftragten im „Kampf gegen Rechts“ ernennen?

  • Anton Maegerle hat es so schön bei VORWÄRTS rezensiert und auch ich habe das Büchlein mit viel Erkenntnisgewinn gelesen und kann es empfehlen, um besser über das Ludwigsteinproblem mit-diskutieren zu können, Autoren sind Maik Baumgärtner und Jesko Wrede: „Wer trägt die schwarze Fahne dort…“ Völkische und neurechte Gruppen im Fahrwasser der Bündischen Jugend heute.

    http://alt.vorwaerts.de/artikel/nach-aussen-hin-gibt-man-sich-harmlos

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