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Schnipp Schnapp – ein Spieletipp (nicht nur) für verregnete Fahrtentage

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Plitsch, Platsch..

Es regnet. Eigentlich finde ich Regen nicht schlimm. Aber heute, heute reicht es. Seit Stunden regnet es so schlimm, dass wir den heutigen Tag einfach ausfallen lassen und im Zelt bleiben.

Doch irgendwann sind alle Spiele gespielt und jeder neue Vorschlag wird mit einem müden Stöhnen abgelehnt. Ligretto? Oöääahhhh.. Tausendmal gespielt, sodass wir die Strategie der anderen schon kennen. Außerdem gewinnen eh immer die gleichen.

Während der Regen auf das Zelt prasselt und ich in Gedanken „Plitsch, Platsch, Plitsch, Platsch…“ mitspreche wächst mit der Sprachmelodie dieser Worte eine Erinnerung. Gab es da nicht dieses eine Spiel?

Zu Besuch bei meinen Eltern suche ich und werde fündig. 96 harte Pappkarten, die Bilder wecken Kindheitserinnerungen. Ich nehme das Spiel zum Schwarzzeltvolk-Redaktionswochenende mit und stoße auf Begeisterungsstürme.

Das Prinzip des Spiels ist einfach. Alle Karten werden zwischen den Mitspielenden aufgeteilt. Man deckt der Reihe nach auf. Liegt eine Karte doppelt, so bekommt der, der zuerst „Schnapp“ ruft beide offen liegenden Stapel. Jedes Motiv gibt es vier mal, hat man ein vollständiges Quartett wird dies aus dem Spiel genommen.

Eine abgefahrene Mischung aus Halligalli, Ligretto, Quartett und Zungenbrecher. Es gibt nämlich auch noch einen Strafstapel in der Mitte, der bei der Pärchensuche mit „Schnipp“ einbezogen wird.

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Das trägt mit Sicherheit dazu bei, dass dieses Spiel so Spaß macht. Aber auch die großartigen Motive, dich zum Teil schwer auseinander zu halten sind, tragen zum Charme dieses Spiels bei.

In unserer Runde war bald eine heiße Jagd auf den „Fischjungen“ entbrandt und WoHeis eisigem Ehrgeiz alle Bagger und LKWs zu besitzen konnte niemand standhalten.

Das Spiel ist ursprünglich aus dem Ravensburger Verlag. Aktuell wird es mit moderneren Bildern von Piatnik verkauft. Wir finden die Version aus unseren Kindertagen zwar schicker, aber für den Spielspaß macht das sicher keinen Unterschied.

 

Von:

Annika ist Mitglied der Deutschen Waldjugend Elmstein. Sie ist seit einigen Jahren für die Bundesmitgliederzeitschrift der Waldjugend „die info“ zuständig. Unter anderem durch ihr FSJ beim 34. Kirchentag in Hamburg ist sie überbündisch sehr aktiv. Mittlerweile wohnt sie in Bielefeld und schreibt seit neuestem nun auch für Schwarzzeltvolk.

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