Artikel von: Chrissi

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Sofie rennt

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Wenn so ein Riesenpfadfinderverband wie der VCP ein Bundeslager veranstaltet, geschehen die merkwürdigsten Geschichten. Dass der Platz aufgrund einer Unwetterwarnung mit allen 4.500 Leuten „geordnet geräumt“ (nein, nicht evakuiert!) wurde, ist ja mittlerweile schon eine Standardanekdote in der bündischen Szene. Aber es hätte noch mehr zu berichten gegeben: Die aggressiven Aufwallungen jeden Morgen, wenn das hessische Teillager den Platz mit Helene Fischer beschallen musste (Liebe Hessen: Was hat euch da eigentlich geritten?!?). Der in Nut-und-Federtechnik wunderschön nachgebaute Zechen-Förderturm.  Der Weltrekordversuch im Murmelbahnbau. Die Wellnessoase mit holzofenbetriebenem Pool und Sauna. Die Theke in der Oase „Glück auf“, eine Tischler-Sonderanfertigung, die eine Kipplorenbahn inklusive Kohle nachahmte. Und dann wurde da noch ständig ein kleines blaues Sofa über den Platz getragen. Da fragt man sich: Warum machen die sowas?

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Meißner Nachlese – Wanderer zwischen den Welten

In der Reihe Meißner Nachlese veröffentlichen wir persönliche Eindrücke, die unsere Redaktion auf dem Meißner 2013 gesammelt haben.
Heute schildert Chrissi ihre Eindrücke vom Lager, das bei ihr in mehrfacher Hinsicht das Gefühl gab ein „Wanderer zwischen den Welten“ zu sein.

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Eigentlich bin ich nur wegen eines Konzertes auf das Meißner-Lager gefahren, ich sollte nämlich mit „Bündchen“ im Musischen Zentrum auftreten. Wenn das nicht gewesen wäre, wäre ich wohl nicht hingefahren. Viel zu viel um die Ohren: Mann, Kind, und dann bin ich ja hauptberuflich Pfadfinderin und ohnehin ständig unterwegs, so dass die Familie ohnehin dauernd motzt. Die Problemchen eben, die man als „alter Sack“ mit ganz schön viel Leben daneben so hat.

Sechs Tage nur mal zum Spaß weg, das wäre normalerweise gar nicht in die Tüte gekommen. So aber: das Konzert, und ich fahre.

Im Rückblick: Gottseidank.

Im Meißnerlager trafen sich zum ersten Mal all meine bündischen Welten, und ich wanderte sowohl verwundert wie fröhlich durch meine eigene bündische Biografie.

Ich bin mit dem BdP Berlin-Brandenburg (meinen Arbeitgeber) hingefahren, aber das – zur völligen Verwunderung des ein oder anderen kleinen Kindes – als VCPerin in grau. Eigentlich hatte ich mir ja mal geschworen, Beruf und Ehrenamt nicht zu vermischen, aber diesmal ging das gründlich in die Hose. Denn wer hat, obwohl eigentlich im Urlaub, das Essen für den BdP BBB organisiert? Zelte organisiert? Einladungen geschrieben? Den BdP angemeldet usw.? Ja, klar, dann doch ich. Egal. War ja auch Selbstzweck, so wusste ich wenigstens, dass jemand Verlässliches sich um mein Futter und meinen Schlafplatz gekümmert hat. weiterlesen…

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Ein Singewettstreit zum Mitwachsen

Morgen steigt in Hamburg die große Singewettstreitsause. Wir nehmen uns dennoch die Zeit etwas Licht auf einen der kleinen Singewettstreite zu werfen. Den Berliner Singewettstreit, der in diesem Jahr zum 50. Mal stattgefunden hat und damit wohl der älteste amtierende Singewettstreit überhaupt ist. Und trotzdem findet Chrissi, es sei ein Singewettstreit zum Mitwachsen.

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Etwa vier Wochen vor dem großen Hamburger Singewettstreit, Ende Januar, findet in der Hauptstadt der „Berliner Singewettstreit“ statt, ausgerichtet vom Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP) und dem Deutschen Pfadfinderbund (DPB). Der Berliner ist einer der kleineren regionalen Wettstreite, hauptsächlich besucht von Gruppen des BdP und DPB Berlin, die üblicherweise auch die meisten Bühnenbeiträge stellen. Er ist aber offen für Mitstreiter und Besucher aus anderen Bünden.

Traditionell nutzen die bekannt guten Berliner Gruppen ihren kleinen Singewettstreit gerne, um für den „großen“ Hamburger Singewettstreit den Auftritt auf der Bühne unter Wettbewerbsbedingungen zu üben und ihm dann hinterher den letzten Feinschliff zu geben. So mag der Berliner Singewettstreit zwar klein sein, aber hier wurde schon so mancher bündischer Ohrwurm uraufgeführt. Außerdem ist der „Berliner“ im Norden neben dem „Bamberger“ im Süden einer der ganz wenigen Singewettstreite, der ausdrücklich eine Kategorie „Meuten“ hat, also ganz selbstverständlich Kindergruppen unter 11 Jahren auf die Bühne bittet und damit das (ambitionierte) Singen in den Gruppen früh fördern möchte. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass deshalb das Niveau des Berliners niedriger läge als anderswo:  Denn früh übt sich … weiterlesen…

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Schnäppchenjagd in Gummi und Leder

Pünktlich zur Füllung des Nikolaus-Säckchens haben die Hersteller ihr Sortiment geändert und die Händler ihre Preise reduziert – und in diesem Jahr wandelt sich da mehr in den Sortimenten, als sonst üblich.

Wanderschuhe im Herbstlaub

Vor allem Wanderschuhe gibt’s dieses Jahr extrem viele Modelle reduziert – hier ein paar Beispiele aus dem deutschlandweit Erhältlichem (aber lauft lieber erst bei eurem heimischen Trekkingladen vorbei und probiert an, was die da haben):

Wanderschuhe im Angebot bei Globetrotter

oder

Angebote bei Schuh Keller

oder:

Angebote bei Freizeit und Fahrtenbedarf

Also: Nutzt die Gunst der Stunde! Es ist zwar jedes Jahr so, dass im Herbst das Sortiment in der Outdoor-Branche wechselt und es gute Sachen zu einem sehr ordentlichen Preis gibt (wenn ihr schon mal auf den entsprechenden Homepages seid, guckt euch ruhig mal um), aber das, was da dieses Jahr im Schuh-Bereich passiert, ist eine Extra-Erwähnung wert. Angesichts der Tatsache, dass die Lederpreise in den letzten paar Jahres fies gestiegen sind, kann ich euch nur dazu raten, die krassen Sortimentswechsel dieses Jahr zu eurem Vorteil zu nutzen.

Für die Ladies: Wenn eure Schuhgröße als Damenschuh nicht mehr vorrätig ist, lasst euch doch einfach das Herrenmodell kommen/bringen, und probiert es einfach an. Die kleineren Herrenmodelle sind meist auch schmäler geschnitten, und passen manch einer Dame ebenso gut wie das Damenmodell (mir sogar besser). Probiert’s einfach aus.

Also, ihr Schuhfetischisten: dies ist euer Jahr!

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Chrissis Ausrüstungstipps: Wie man sich bettet, so liegt man – Teil 2

Heute gibt es den zweiten Teil von Chrissis Ausrüstungstipp zum Thema warmes und bequemes Schlafen auf Fahrt. Diesmal geht’s um Schlafsäcke aus Daune oder Kunstfaser und deren Pflege.
Teil 1 des Ausrüstungstipps könnt ihr hier nachlesen.

Teil 2: Der richtige Schlafsack

Schlafsäcke gibt’s mit Daunen- oder Kunstfaserfüllung und in verschiedenen Schnitten, als Deckenschlafsack, Mumie oder Ei. Für unsere Zwecke kommt nur der Mumienschnitt in Betracht, denn wir wollen ja einen Schlafsack, der die Körperwärme schön in seiner Füllung festhält, und da ist es sinnvoll, wenn die Füllung möglichst nah am Körper liegt. Zu eng sollte er auch nicht geschnitten sein, denn man will ja weder die Füllung zusammenziehen, weil man wie eine Knackwurst in die Pelle eingeschweißt wurde, noch Beklemmungen ausstehen müssen.

Außerdem sollte der Schlafsack eine unserer Körpergröße angemessene Länge haben. Bauchschläfer brauchen dabei einen etwas längeren Schlafsack, weil sie beim Liegen die Füße runter klappen und dadurch länger werden. Am besten einfach im Geschäft Probe liegen. Schlafsäcke, deren Liegelänge etwa 10cm länger sind als die eigne Körpergröße, sind i.d.R. Recht passend. Weniger als 5cm und mehr als 20cm sollte der Schlafsack auf keinen Fall länger sein als die eigene Körpergröße. Er sollte sinnvollerweise  nicht mehr als 2kg wiegen (je weniger, desto besser) und in das untere Fach eines Trekkingrucksackes bequem reinpassen. weiterlesen…

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