Kategorie: Meinung

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Sound of Heimat – Ein Filmtipp

„Wie klingt Deutschland?“ und  „Gibt es deutsche Heimatmusik abseits des Musikantenstadls?“  Mit diesen und anderen Fragen machte sich der neuseeländische Musiker Hayden Chisholm auf eine Reise durch Deutschland. Was dabei rausgekommen ist läuft ab Morgen in deutschen Kinos. Sound of Heimat ist ein 90 minütiger Spielfilm, der der deutschen Volksmusik auf den Grund zu gehen versucht.

Das Interessante an Sound of Heimat ist, dass Hayden Chisholm kein Deutscher ist. So macht er sich mit unverstelltem Blick auf die Reise, im Gepäck vor allem seine eigene Erfahrung als Saxophonist und die Eindrücke, die er auf Reisen in anderen Ländern gewonnen hat. So dauert es auch nicht lange, bis er direkt auf das stößt was die Beschäftigung mit Volksmusik in Deutschland so speziell macht.

„Dieselben Menschen, die feuchte Augen bekommen, wenn ein alter Indio zum tausendsten Male ‚El Cóndor Pasa’ inseine Panflöte bläst, kriegen Pickel, wenn man sie auf die Melodien ihrer Heimat anspricht.“ resümiert er treffend. weiterlesen…

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08

Eine freie Minute für Alltägliches… 2

Eine freue Minute für Alltägliches… ist eine Kolumne von Joschko aus dem BdP Bayern. Er lenkt darin seinen Blick immer wieder auf alltägliche Gegenstände die uns Bündische begleiten.

Ein Pulli dürfte schon oft als Ersatz hergehalten haben! Ansonsten gibt es sie mittlerweile aufblasbar, selber aufblasbar, mit leichten Styroporkügelchen gefüllt und in vielen weiteren Ausführungen.

Daheim dürften die üblichsten Füllungen aus Schaumstoff und der wahrscheinlich immernoch sehr hoch geschätzten und unübertrefflichen Daune bestehen. Früher wurde eine ganze Zeit lang vor allem Stroh hergenommen, um das Haupt des Schlafenden ausreichend zu stützen. Für viele selbstverständlich, für manche auch auf Fahrt unabdingbar: das Kissen!

Was kann man nicht alles feines damit anstellen! Kissenschlachten und Kissenburgen! Wer das Kissen wohl erfunden hat? Wikipedia gibt auf jeden Fall keinen Aufschluss darauf, was vielleicht auch besser so ist. So ist es schlichtweg einfach und genial!

Na dann mal: gut Nacht!

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08

Die erste Nacht

Nach einer Fahrt erzählt man immer gern von den aufregenden Erlebnissen und wie toll alles war und wie die Gruppe alles mehr oder weniger gemeistert hat. Dazu gehört für mich auch die berühmte erste Nacht auf vielen Fahrten. Hat nicht jeder schon mal irgendwo am Flughafen oder Bahnhof geschlafen, weil man abends keine andere Möglichkeit mehr finden konnte?

Als wir aus dem Bahnhof kommen wird es schon langsam dunkel. Eine Frau im roten Kleid läuft eilig vorüber, eine Gruppe Jungs sitzt auf den Treppenstufen – die Bierflaschen in der Hand, ein Mann sammelt Pfandflaschen aus den Mülleimern. Es ist schwül-warm, aber die kühle Nacht legt sich auf die Stadt. Und wir? Wir suchen einen Schlafplatz. Es ist unser erster Abend auf Fahrt. Wir sind erst heute Mittag aufgebrochen und haben den ganzen Tag im stickigen Zug verbracht und hoffen jetzt auf ein ruhiges Plätzchen um morgen endlich aufbrechen zu können -raus aus dem Labyrinth aus Beton und Pflastersteinen und dem hektischen Alltag, hinein in unser ganz eigenes Abenteuer. Aber dazu gehört eben auch die erste Nacht.
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07

Die ultimative Schokolade für die Fahrt – ein Test

Nach meiner Erfahrung steht und fällt die Motivation auf Fahrt unter anderem in Abhängigkeit von Schokolade. Meistens geht es gar nicht unbedingt um die Geschmackssorte, sondern vielmehr um die Tatsache, dass es überhaupt Schokolade gibt und wie sie möglichst lang genießbar bleibt. Aber was ist die ultimative Schokolade für eine Fahrt? Es gibt sie in unterschiedlichen Sorten und von unterschiedlichen Herstellern. Wir haben den Test gemacht und fünf unterschiedliche Schokoladenmarken auf ihre Fahrtentauglichkeit hin geprüft.

Unsere Testkandidaten sind:

  • Milka
  • Alpia
  • Gut und Günstig
  • Schogetten
  • und Ritter Sport

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05

Der Rheinische Singewettstreit. Gekapert! – Eine Satire gegen den Abgesang auf und vor bündischen Bühnen.

Seltsame Zeiten scheinen das zu sein in denen wir Bündische leben. Singewettstreit reit sich an Singewettstreit, obwohl angeblich jedes Jahr weniger Gruppen physisch und mental dazu in der Lage seien einen guten Beitrag auf die Bühne zu bringen, und das seit Jahrzenten schon. Auch die vielen liebevoll gemeinten Ermunterungen, ausgesprochen von erfahrenen Bündischen und großartigen Sängern haben daran wenig zu ändern vermocht. Unabhängig davon, ob sie abends bei Bier und Kerzenschein ausgesprochen wurden, oder vom Katheder der Singewettstreitbühnen aus Verkündigung fanden.

Das einzige was über die Jahre immer und stetig zunimmt ist die Politisierung unserer geliebten, heilen, bündischen Welt, die sich nirgends so schön zu manifestieren scheint wie auf Singewettstreiten. Immerhin, es gibt uns alljährlich einen Anlass aufzuhorchen, zu mahnen und Zeigefinger zu schwingen.

Dabei irren wir gewaltig.

Bei all der Suche nach der ewig rechten Bedrohung, sind wir geneigt die politische Agitation aus ganz anderer Richtung zu übersehen:

Denn schlimm ist nicht, wenn Wandervögel in Lodenjankern „In Mantua zu Banden“ anstimmen und das nicht nur in einem konservativen Outfit, sondern auch mit einem eben solchen Arrangement. Das ist allenfalls langweilig. Wirklich schlimm ist allerdings, dass im Windschatten solcher Beiträge auf der Bühne in St. Goar schamlos parteipolitische Werbung betrieben wurde und es das Gro der Anwesenden offensichtlich noch nicht einmal bemerkt hat. Ich spreche von Piraten-Liedern, die vor allem von Gruppen aus NRW vorgetragen wurden. Erschreckend, wie hier Gruppen, denen man bislang keine politische Verwandtschaft zugetraut hätte, einstimmig ins gleiche Horn stoßen. Vereinzelt wurde sogar mit Slogans wie „In jedem von uns steckt ein Pirat“ von der Bühne geworben. Man müsste ein Narr sein, um unter diesen Umständen, in Zeiten des Wahlkampfs, nicht den Teufel an die Wand gemalt zu sehen.

Andererseits. Worüber regen wir uns eigentlich auf? Wie wir uns alle vom in St. Goar offiziell bestellten Redner haben erklären lassen sind die Zeiten in denen auf Singewettstreiten Meisterwerke vorgetragen wurden sind lange vorbei. Singen und Musizieren haben in unserer Gesellschaft längst alle Bedeutung verloren und verliert diese immer noch weiter. Vielleicht sollten wir uns diese Rede zu Herzen nehmen und die einzig logische Konsequenz ziehen: Wenn diese Singewettstreite wirklich soviel Bedeutung verloren haben, dann sollten wir im nächsten Jahr einfach zu Hause bleiben!

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