Getaggt mit: Musik

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Zurückbleiben bitte! Vom Fremdschämen in der U-Bahn.

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Ich bin ein Großstadtkind und fahre, seit ich denken kann, mit öffentlichen Verkehrmitteln. Zu jeder Tages- und Nachtzeit (na gut, letzteres eher, als ich schon eine ganze Weile denken konnte). Ich bin Kummer gewohnt: streitende Paare, tobende Kinder, Junggesellenabschiede, Leute, die am Telefon ihre halbe Lebensgeschichte erzählen oder besser gleich mit dem Partner Schluss machen, sowie Döner und diverse ungewaschene, schwitzende Mitfahrer. Bekanntlich kann der Mensch vieles ertragen oder es dank Kopfhörer oder guter Lektüre ignorieren. Eines geht mir jedoch völlig ab: bettelnde Pfadfinder in der U-Bahn. Oder was ist dieses ‚U-Bahn-Singen’ für Geld sonst?

Wenn ich mal wieder nachmittags oder am frühen Abend unterwegs bin und an nichts Böses denke, kommt es häufig vor, dass Gruppen eines lokalen Pfadfinderbundes in die U-Bahn steigen, um sich mit Singen (häufiger grauenhaft falsch) Geld für die nächste Fahrt zu verdienen. Gut, soll dies doch jeder machen, wie es ihm oder ihr beliebt, aber spätestens bei der Ansage ‚Hallo, wie sind DIE Pfadfinder und sammeln für unsere Sommerfahrt nach XY“ oder einem schlichten „Hallo, wir sind DIE Pfadfinder“, gefolgt von einem penetranten Unter-die-Nase-Halten eines Klingelbeutels habe ich das starke Bedürfnis, den Pfadfinderbutton an meiner Handtasche dezent und möglichst unauffällig verschwinden zu lassen.

An dieser Stelle muss ich sagen: Selbst ich als sangesbegeisterte Pfadfinderin empfinde diese ‚Singe-Bettelei’ in der Bahn als höchst unangenehm. Meiner Ansicht nach wirft dieses Verhalten ein schlechtes Bild auf Pfadfinder. Den ahnungslosen Fahrgast mit einem schlecht gesungenem ‚Unter dem Pflaster’ um die wohlverdiente Feierabendruhe zu bringen, ist wohl eher wenig förderlich, um Sympathie und Begeisterung für Pfadfinderarbeit zu wecken. weiterlesen…

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Als Werner Helwig das Trampen erfand – oder: Die Waldeck, eine Dokumentation von Gabi Bollinger

Samstagabend. Kurz vor acht. Chips und Cola stehen bereit und das Schwarzzeltvolk versammelt sich vor dem Bildschirm. Auf dem Spielplan steht „Die Waldeck“. Ein Dokumentarfilm von Gabi Heleen Bollinger dessen Trailer in den vergangenen Wochen die Runde machte.
Hier ein Versuch in Worte zu fassen, was bei uns vom Film hängen blieb.

Der fast neunminütige Zusammenschnitt hatte es leicht bei uns Interesse zu wecken. Zwei von uns waren schon selbst auf Burg Waldeck, aber vor allem ist es doch einer dieser bündischen Sehnsuchtsorte. Ein Ort um den sich Geschichten ranken, an dem damals bedeutende Dinge geschehen sind und bei dem auch große Namen mitklingen. Der Nerother Wandervogel, die Liedermacher, Reinhard Mey, Hannes Wader und wie sie alle heißen..

Das sind Bilder, derer sich auch Gabi Bollinger in ihrem Film bedient. Die ersten Szenen zeigen eine Autofahrt durch den Hunsrück und aus dem Off zitiert eine Stimme aus Werner Helwigs „Auf der Knabenfährte“, nicht nur einen Satz, als vorangestelltes Zitat, sondern einen ganzen Abschnitt. Aber ehrlich gesagt muss man das Cover der DVD zu Rate ziehen um zu verstehen was da zitiert wird.

Einmal auf Burg Waldeck angekommen übernimmt Gabi Bolliger, die Macherin des Films selbst das Wort. Nach mehr als dreißig Jahren sei sie zurückgekehrt, weil sie gehört habe, dass wieder etwas los sei, auf Burg Waldeck. Zunächst scheint der Film als persönliche Spurensuche zu beginnen, Gabi Bollinger schildert ihren persönlichen Bezug zur Waldeck und ihre subjektive Motivation den Film zu machen. Und schon ist man Mitten in den sechziger/siebziger Jahren, bei den Festivals. Hein und Oss Kröher kommen zu Wort, dann Tschaika aus Berlin und Schlagsaite, die im Hier und Jetzt ihren Beszug zur Waldeck artikulieren.

Wenig später läuft ein älterer Herr mit Regenschirm über eine Wiese, sucht am Fundament einer Hütte nach den Resten der „ersten Bühne“ die aber „abgefackelt wurde“. Und wir Fragen uns vor dem Bildschirm welche Bühne und warum wurde sie abgefackelt? Gabi Bollinger betont, dass sie damals noch gar nicht dabei war, weil sie zu jung und außerdem in Afrika gewesen sei. Es sei eine wilde Zeit gewesen. Ja, und unübersichtlich möchte man antworten.

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Jeden Tag eine gute Tat….


„Jeden Tag eine gute Tat“ so sagte schon Baden Powell. Wie man eine gute Tat definiert ist jedem selbst überlassen. Angefangen über tägliche guten Taten wie Hilfebedürftigen über die Straße helfen, längere Projekte wie Umweltschutz bis hin zum Spenden sammeln für die Kinder in Afrika. Es gibt eine unendliche Zahl an Hilfeprojekten verschiedener Bünde und Einzelpersonen, von kurz- bis langfristig, von regional bis weltweit, von weit weg bis vor der eigenen Haustür.

Für mich persönlich gibt es einen Tag im Jahr, der mich immer eine besonders gute Tat erfüllen lässt. Der 24.12. Zu diesem Anlass gehen nämlich die Pfadfinder des VCP Gau Tronje ins Krankenhaus Weihnachtslieder singen und das Friedenslicht verteilen. Damit machen wir all denjenigen eine Freude die Weihnachten nicht nach Hause können. weiterlesen…

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Netzfundstück: Best of Singewettstreite im September

Alle Jahre im September trifft man sich auf Burg Rabenstein, irgendwo im großen Sandkasten rund um Berlin. Gesungen wird dort. Mal mehr, mal weniger gut. Gefeiert wird eigentlich immer gut. Das ganze nennt sich dann „Sängerfest auf Burg Rabenstein“ und wen es näher interessiert, der kann ja mal in unseren Veranstaltungstipp aus dem vergangenen Jahr schauen. Da gibts mehr Infos.

Nun, jetzt ist es schon Oktober und das Sängerfest auf Burg Rabenstein Geschichte, wäre da nicht dieses Internet. Aus dessen Tiefen möchten wir euch heute ein kleines Video empfehlen. Schön, dass man auf diese Art und Weise auch in den Genuss dieses Vortrags kommen kann, wenn man nicht selbst auf dem Wettstreit zugegen war.

Wir haben das Video vor gut einer Woche schon auf Facebook gepostet. Aber dort schauen ja sicherlich nicht alle von euch rein.
Außerdem ist das noch nicht alles. Noch etwas früher als das Sängerfest auf Burg Rabenstein fand man sich im Hunsrück zum Peter Rohland Singewettstreit auf Burg Waldeck zusammen. Auch von dort finden sich einige Videos im Netz. Urheber ist diesmal Michael Schomers, der mit anderen am Filmprojekt „Fürsten in Lumpen und Loden“ arbeitet. Ein spannedes Projekt das wir uns sicher auch noch einmal näher ansehen werden. weiterlesen…

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Franz Josef Degenhardt ist tot

Am 14. November 2011 starb Franz Josef Degenhardt. Ein Liedermacher, der zumindest mit „Es liegen drei glänzende Kugeln“ in so manch einem Liederbuch vertreten ist. Wer hat eigentlich verstanden worum es darin geht mag man fragen. WoHei wirft für uns einen kleinen Blick auf das Werk eines besonderen Liedermacher.

Franz-Josef Degenhardt 1972 Foto: Heinrich Klaffs (CC BY-NC-SA)

Bei „Spiel nicht mit den Schmuddelkindern, sing nicht ihre Lieder“ habe ich mir früher immer vorgestellt, dass es darum geht, dass irgendwelche Kinder reicher Eltern nicht mit uns Pfadfindern spielen sollen. Weil wir ja so schmuddelig sind, wenn wir von Fahrt kommen.

Und mit „Es liegen drei glänzende Kugeln“ hab ich mir immer schwer getan. Ehrlich gesagt habe ich den Text nie richtig verstanden und die Interpretationshilfen, die man in so manchem Liederbuch finden kann haben die Sache auch nicht besser gemacht. Denn, zumindest in den Gruppen die ich kenne, ist es ein Pimpfenlied. Warum auch immer. weiterlesen…

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