Kategorie: Gastartikel

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Grenzerfahrungen… Wie der Gilwell-Kurs uns deutsche Geschichte lehrte

Dies ist ein Gastartikel von albi. Sie kommt aus dem Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Im Rahmeneines Gilwell-Kurses hat sie sich auf Spurensuche an der ehemaligen innerdeutschen Grenze begeben.

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Mehrere Tage waren nun seit unserer Ankunft im Bundeszentrum Immenhausen vergangen, aus allen Richtungen Deutschlands waren ca. 20 Teilnehmer eingetroffen, um sich eine Woche lang weiterzubilden und die nächste Generation der Gilwellträger zu werden. Unser Kurs, der unter dem Spielmotto „Tatort“ stand, brachte uns allerlei Wissen über unseren Bund und Möglichkeiten zu reflektieren über die eigene bisherige Arbeit an der Basis in Stamm und Landesverband. Die Kurstage waren lang, wurden aber täglich von Aktivzeiten, in denen wir aktiv an unserem Bundeszentrum arbeiteten, unterbrochen und klangen Abends in der Holzkohte mit Diskussionen, Gesang und Keksen aus.

Für die beiden Tage in der Mitte des Kurses, stand in unsrem Terminplan eine „Grenzerfahrung“, worunter wir uns erstmal noch nicht viel vorstellen konnten. Ich persönlich dachte an eine Art Schnitzeljagd, Geocaching oder Ähnliches, wo wir vielleicht auf die Leiche unsres Vorgängerbundes stoßen und uns bewusst werden, was damals geschehen ist, doch dem war nicht so.

Wir lassen uns also fallen in das Erlebnis, dem wir hier ausgesetzt werden mit einem Zeitsprung von 30 Jahren. weiterlesen…

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Watoto Kabisa! – Mit dem BdP Rheinland-Pfalz/Saar in Kenia

Die Stämme des BdP Rheinland-Pfalz/Saar unterstützen die Kinder und Jugendlichen in den Slums von Kisumu in Kenia. Dazu arbeiten sie mit Pfadfindern vor Ort und dem Kindersozialverein CADAMIC zusammen. Für uns berichten David, Jacky, Michelle und Victoria von einem Besuch vor Ort.
Weitere Informationen zum Engagement des BdP findet man auch auf einem eigenen Blog und auf Facebook.

(David) Von Westeuropa aus betrachtet ist Kenia eine vollkommen andere Welt. Das stellten wir schon kurz nach unserer Ankunft fest, als wir durch die Straßen von Nairobi zu unserem Quartier fuhren. Über Schotter- und Schlammpisten bewegen sich dort vor allem hoffnungslos überfüllte, „Matatu“ genannte Sammeltaxis, aber ansonsten auch jedes andere erdenkliche Fortbewegungsmittel zwischen Eselskarren und Limousine. Einmal sahen wir zwei Fahrradfahrer, die sich auf der Schnellstraße mittels einer Drahtschlinge an einem LKW angekoppelt hatten. Durch dieses ganze Chaos kutschierte uns unser allerbester Sam souverän in unserem sardinenbüchsengroßen, roten Hakuna Matatu, auf dessen Dach wir unser Gepäck schnallten.

Der Redensart „Dort ticken die Uhren anders“ kommt in Kenia eine durchaus wörtlich zu nehmende Bedeutung zu: Zeit stellt eher eine symbolische Größe dar, und so konnten sich während eines normalen Tages schon mal vier oder fünf Stunden Verspätung ansammeln. „Pole, pole“, zu Deutsch: „Nur die Ruhe!“ ist das vorherrschende Motto, aber ich finde diese Art von Entschleunigung im Grunde mitunter ganz angenehm. weiterlesen…

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Simply Scouting: Von der Großfahrt zum Jamboree

Dies der erste Artikel von upsi für das Schwarzzeltvolk. upsi kommt aus dem VCP Stamm Astrid Lindgren in Hamburg.

Ich stehe mit meiner Fahrtengruppe am Bahnhof in Kristianstad und warte auf den Bus, der uns zum Jamboree bringen soll. Knapp zwei Wochen schwedische Einsamkeit – die jamboree-bedingte Pfadfinderschwemme in den Wäldern ist ausgeblieben – liegen hinter uns und nun soll die Großfahrt mit einem Tagesbesuch auf dem Jamboree enden.

Obwohl ich bereits seit vielen Jahren dabei bin, ist es mir noch nicht vergönnt gewesen, an einem Jamboree teilzunehmen und so bin ich fast genauso aufgeregt wie meine Sipplinge. Viel habe ich bisher gehört von „Plastikpfadfindern“, „Kulturschocks“, „Scoutistischen Freizeitparks“ aber auch von „bewegenden gemeinsamen Momenten“ im „größten Abschlusskreis der Welt“. Großfahrt und Jamboree – passt das überhaupt zusammen?

Ich habe mir fest vorgenommen, alles auf mich zukommen zu lassen und zu schauen, was passiert. Als wir kurze Zeit später nach einer überfüllten Busfahrt (ich fühle mich gleich wieder wie zu Hause in der Großstadt) auf dem Jamboree-Gelände ankommen, werden wir mit einer Tasche, einem Lagerplan und Badges ausgestattet und müssen erneut ein Stück mit dem Bus fahren. Von weitem können wir dann endlich etwas erkennen, das wie ein Zeltlager aussieht. Beim Aussteigen stellt sich dann wieder der obligatorische Regen ein, der uns bereits bei unserer Wanderung auf dem Skåneleden begleitet hat. Uns kann aber nichts mehr die Stimmung vermiesen. Wir wollen endlich das Jamboree sehen, das aktuell eher einer Schlammwüste als einem Zeltplatz gleicht. Also stiefeln wir los durch den Matsch, mitten hinein in das bunte Jamboree-Getümmel. weiterlesen…

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Slovakische Begegnungen – Sommerfahrt des Ordens der Schalme

Dies ist ein Gastartikel von zille aus dem Zugvogel – Deutscher Fahrtenbund. Er war mit seinem Orden, den Schalmen, auf Fahrt durch Osteuropa. In seinem ersten Artikel auf schwarzzeltvolk berichet er von Begegnungen mit Einheimischen in der Slowakei. Die Fotos in diesem Artikel sind von Pablo Bicheroux.

Zwei Tage lang hatten wir bei Regen in einer kleinen, räudigen Bahnhofsbaracke aus altem Holz ausgeharrt. Die ansässigen Babykatzen hatten wir nicht zähmen können und auch nicht die gewaltigen Dieselloks der slowakischen Eisenbahn, welche nur wenige Meter neben uns vorbeistampften. Am ersten Abend, wir machten es uns gerade mit Wein, Gitarren und zahlreichen Kerzen gemütlich, kam die Polizei vorbei. Nach einem kritischen Blick auf unsere sagenhafte Gemeinschaft und den obligatorischen Teekessel mit Löschwasser nickten sie uns freundlich zu, richteten noch ein paar Worte an uns, ohne das wir auch nur eine Silbe verstanden, und fuhren weiter. Ich kann mir immer schwer vorstellen, dass slowakische Pfadfinder hierzulande ähnlich angenehme Begegnungen haben, aber vielleicht ist das auch ein Vorurteil. weiterlesen…

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Vom Traum einer eigenen Villa – Tippelei durch die Toskana

Auch eine kleine Gruppe unerschrockener Mädchen aus dem CP Saar zog es in diesem Jahr nach Italien. Katze berichtet für uns von der Tippelei. Sie gibt damit auch ihren Einstand bei schwarzzeltvolk.de. Wir hoffen in Zukunft noch einige Artikel aus ihrem Leben als Sippenführerin zu lesen.

Mit dem italienischen Fahrtenkaudawelsch und den Vokabeln si, no, Luigi, Mario, Spaghetti, Pizza und Mamma Mia! starteten wir vier Mädels unsere Großfahrt nach Italien in die wunderschöne Toskana.

Im Flugzeug hat alles schon angefangen. Je südlicher wir kamen, desto schöner wurde das Wetter und die Aussicht immer besser. Über Pisa machten wir dann erste Erfahrungen mit der frohen, lockeren, sorglosen, also italienischen Mentalität des Piloten. Im Landeanflug suchten wir mit großen Augen die Landebahn und wollten nicht glauben, das der kleine Weg das wirklich ist. Immer tiefer sinkend  konnten wir sehr gut die Dächer der Häuser betrachten und vorallem die Leute auf den Straßen und in ihren Autos sehen. Nach einigen Umkreisungen kam dann endlich die Landung. Schon ernsthaft in Sorge, ob der Pilot überhaupt weiß was er da tut, nach vielem Rumpeln, einer kräftigen Vollbremsung und einem Stoß nach vorne standen wir endlich und konnten den italienischen Boden betreten. Schon jetzt hofften wir, nach dieser nicht ganz vertrauenswürdigen Landung dass der Rückflug besser- und wir einen deutschen Piloten haben würden. weiterlesen…

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