Kategorie: Fahrt

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Im Zeichen des Klebebandes – Rumänienerlebnisse

Auszüge aus dem Tagebuch der Rumänienfahrt von Maya, crossie und egal

Foto: Maya

Karpaten Foto: Maya


Tag 1

Jede gute Reise beginnt mit Schlafmangel: 5.00 Uhr aufstehen, duschen, Frühstück reinquälen, 12 Stunden Bahnfahrt nach Budapest liegen vor uns. Leider haben wir nicht bedacht, dass an diesem Wochenende ein großes Festival in Budapest stattfindet, ab Dresden wird es voll und der Gang zum Klo entwickelt sich zum Hindernislauf über Klappstühle, Campingtische und Festivalbesucher aus halb Europa. Getreu nach „Dracula“ haben wir umso mehr Verspätung, je weiter wir nach Osten kommen. Mehrmals kommen wir in den Genuss, für eine Viertelstunde die heiße, frische Luft eines Bahnsteigs gegen die heiße, stickige Luft unseres Abteils zu tauschen. Es ist spät, dunkel aber immer noch heiß, als wir schließlich ziemlich zerschlagen in Budapest ankommen.

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04

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„Do you now Jirgen Klinsmähn?“

In unruhigen Zeiten mit dem Motorrad unterwegs im Iran. 

Ahoi Tschaidra, sach mal, hast Du Lust, für schwarzzeltvolk über Deine mega geniale tolle Motorradfahrt etwas zu schreiben? Also ich fände es total interessant, etwas darüber zu erfahren, was ältere Bündische noch so alles machen. Es gibt bestimmt auch tolle Bilder. War nur ein spontaner Einfall von mir. Sag doch mal, was Du davon hältst. Ganz liebe Grüße aus Berlin, Ebba“

Nun denn. Im Mai dieses Jahres sind wir losgefahren – quer durch Österreich, Italien, Griechenland und die Türkei. Wir, das sind drei „ältere Bündische“, die ihre aktive Zeit in der CP, im NWV und in der EJ HORTE erlebt haben, die als Pimpfe mit Affe und Kohte durch die Lande getippelt sind – oder, dann schon etwas älter, mit dem in die Luft gereckten Daumen unterwegs waren. Später führten unsere Fahrten in verrotteten Enten und Käfern, meist von Schrottplätzen billig ergattert, uns nach Norwegen, Schweden, Finnland oder auch Afghanistan. Was uns drei Straßenbrüder heute noch eint und was immer noch wie eine Droge wirkt, ist unter anderem die Neugier, was uns hinter der nächsten Kuppe, der nächsten Kurve, …der nächsten Grenze erwartet. Nachdem wir in den vergangenen Jahren in der Türkei, Georgien, Armenien, in Syrien und Jordanien auf zwei Rädern unterwegs waren, war es eigentlich nur logisch, dass wir beschlossen, dieses Jahr in den Iran zu fahren.

01 Ararat

In Ostanatolien passieren wir auf unserer Fahrt, nahe der Grenze zu Armenien, den Berg Ararat (5.137m). Hier soll nach der Sintflut die Arche Noah gestrandet sein.

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13

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Die Vermessungsexpedition des Nördlinger Ries

Erschienen in der 92. Ausgabe der Bundeszeitschrift des DPB “Kompassnadel” im März 2013

Bericht Vermesserfahrt

In der heutigen Zeit mag es kaum vorstellbar sein, dass immer noch sehr ungenaue Abbildungen von manchen Regionen und Landstrichen in Karten und Atlanten zu finden sind. Lebensfeindliche Gebiete, sehr schlechte Erreichbarkeit, wirtschaftliche Aspekte sowie eine, aus welchen Gründen auch immer, gefürchtete bzw. gemiedene Bevölkerung können unter anderem als Ursache hierfür aufgeführt werden. Mit Freude darf ich verkünden, dass es einer kleinen Truppe von Geodäten und Kartographen aus unserem Bund gelungen ist, einen solchen Flecken, genauer gesagt das Nördlinger Ries, neu zu vermessen. Es folgt ein kurzer Bericht über diese Vermessungsexpedition. Auf Formeln, mathematische Beweise und Auszüge aus den Feldbüchern sei an dieser Stelle verzichtet. Das vollständige Expeditionslogbuch, Feldbücher, Rechenprotokolle sowie die angefertigten Karten werden voraussichtlich auf einem der kommenden Symposien der Naturforscher zu sehen sein, bzw. in gebundener Form bei einem renommierten Wissenschaftsverlag erscheinen.

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Tu immer was der Würfel sagt

Die Älterenrunde des Stammes Astrid Lindgren auf Stochastik-Fahrt

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Eine Fahrt ist immer beeinflusst von Zufällen. Vieles ist ungewiss. Das macht für uns den Reiz der Fahrt aus. Bei Entscheidungen verlassen wir uns auf unsere Erfahrungen oder auf unser Bauchgefühl.

Bei unserer letzten Älteren-Fahrt verließen wir uns vor allem auf zwei Würfel (6 Augen und 18 Augen) und eine Münze. Die Idee schwirrte schon lange in unseren Köpfen herum, ließ sich bisher jedoch noch nicht umsetzen. So beschlossen wir zu Beginn des Jahres, diese Art der Fahrt einmal auszuprobieren. Der ursprünglich nicht ganz ernst gemeinte Name ‚Stochastik-Fahrt‘ hielt sich so nachhaltig, dass die Fahrt schlussendlich doch diesen Namen bekam.

Ende Juli ging es dann für ein Wochenende los. Da wir keinerlei Plan für diese Fahrt hatten, entschieden wir spontan, uns am Hauptbahnhof ein Länderticket zu kaufen, um Richtung Mecklenburg-Vorpommern zu fahren. Der Wetterbericht versprach dort nämlich – ganz im Gegensatz zu den umliegenden Bundesländern – ein sonniges Wochenende.

Als wir im Zug Richtung Rockstock saßen, würfelten wir die Anzahl der zu fahrenden Stationen aus und landeten in Hagenow Land. Die hier geworfene Münze sagte eindeutig nein zu unserer Frage, ob wir dort in einen neuen Regionalzug steigen sollten und wir machten uns auf den Weg. weiterlesen…

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09

Festnahme an der georgischen Grenze

Julian und Nico aus dem Orden Vierzig Morgen waren im Februar und März vergangenen Jahres in Georgien. Doch noch bevor die Fahrt richtig beginnen konnte erlebten die beiden ein kleines Abenteuer an der Grenze.

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Unsere Reise beginnt in Istanbul. Mit dem Bosporus als Lebensader ist die Stadt die Nahtstelle zwischen Mittelmeer und schwarzem Meer, Orient und Okzident. Reisende sollten acht geben und sich nicht allzu lange in Istanbul aufhalten – so warnt man uns – denn sonst würde einen die Stadt mit all ihrem Zauber ganz und gar verschlingen

Lange haben wir so oder so nicht vor zu bleiben, denn unsere Reise soll bald weiter gehen: Nach Ostanatolien und nach Georgien. Den großen Basar und den Gewürzmarkt sollte jedoch jeder Istanbulreisende gesehen haben. Der Basar wurde bereits im 15. Jahrhundert unter Sultan Mehmet II errichtet und war ursprünglich Handlungsort für edle Stoffe, wertvolle Antiquitäten und Edelsteine. Diese muss man jedoch heute zwischen Nippes und und Ramsch suchen. Ledigtlich das energische Feilschen mit den Händlern hat sich wahrscheinlich im Laufe der Jahrhunderte kaum verändert. weiterlesen…

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