Getaggt mit: bündische Jugend

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06

Sexueller Missbrauch in den Bünden

Bündisches Leben beobachtet und kommentiert. Das ist der Anspruch mit dem wir bei schwarzzeltvolk.de vor nunmehr zwei Jahren angetreten sind. Bislang gehörten dazu vor allem die schönen Seiten des bündischen Lebens. Wilde Fahrten und rauschende Fest. Bis uns vor einigen Monaten Nachrichten über die dunkelste Schattenseite erreichte, die eine Bewegung wie die unsere nur haben kann. Sexueller Missbrauch in den Bünden.

Kein neues Thema, aber eines, das durch die Nachrichten über aktuelle Missbrauchsfälle plötzlich und für uns auch irgendwie aus heiterem Himmel aktuell wurde. Und ehrlich gesagt ging es uns, wie es wohl den meisten geht, wenn sie so etwas schreckliches erfahren. Wir wussten nicht so recht wie wir darauf reagieren wollen.

Aber dass wir reagieren wollen war ziemlich schnell klar. Es mag kein Thema sein mit dem man sich gerne beschäftigt, aber umso wichtiger erscheint es uns, die Sache nicht totzuschweigen. Wir möchten mit schwarzzeltvolk.de das tun was wir vielleicht am Besten können, nämlich Informationen verbreiten und Aufklären, in der Hoffnung damit einen Teil zur Prävention beizutragen.

Außerdem haben wir in der Redaktion das gemacht, was man jedem Raten sollte, der mit dem Thema sexueller Missbrauch konfrontiert wird. Wir haben uns Hilfe bei einer Expertin geholt. Schlumpf, die unter anderem im Arbeitskreis Schatten der Jugendbewegung auf der Burg Ludwigstein aktiv ist, stand uns in einem Interview Rede und Antwort.

Das hier folgende Interview kann sicherlich nur ein kleiner Beitrag sein bei dem Versuch das Bewusstsein in den Bünden für dieses Thema zu schärfen. Andererseits haben wir bei unseren Recherchen und in der Diskussion zu diesem Thema auch festgestellt, dass es viele Bünde und Verbände gibt in denen sehr gute und aktive Präventionsarbeit geleistet wird. In den nächsten Wochen werden wir in einem weiteren Artikel zu diesem Thema ein umfangreiche Sammlung mit Materialien zum Thema Prävention sexualisierter Gewalt veröffentlichen.

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04

06

Zurückbleiben bitte! Vom Fremdschämen in der U-Bahn.

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Ich bin ein Großstadtkind und fahre, seit ich denken kann, mit öffentlichen Verkehrmitteln. Zu jeder Tages- und Nachtzeit (na gut, letzteres eher, als ich schon eine ganze Weile denken konnte). Ich bin Kummer gewohnt: streitende Paare, tobende Kinder, Junggesellenabschiede, Leute, die am Telefon ihre halbe Lebensgeschichte erzählen oder besser gleich mit dem Partner Schluss machen, sowie Döner und diverse ungewaschene, schwitzende Mitfahrer. Bekanntlich kann der Mensch vieles ertragen oder es dank Kopfhörer oder guter Lektüre ignorieren. Eines geht mir jedoch völlig ab: bettelnde Pfadfinder in der U-Bahn. Oder was ist dieses ‚U-Bahn-Singen’ für Geld sonst?

Wenn ich mal wieder nachmittags oder am frühen Abend unterwegs bin und an nichts Böses denke, kommt es häufig vor, dass Gruppen eines lokalen Pfadfinderbundes in die U-Bahn steigen, um sich mit Singen (häufiger grauenhaft falsch) Geld für die nächste Fahrt zu verdienen. Gut, soll dies doch jeder machen, wie es ihm oder ihr beliebt, aber spätestens bei der Ansage ‚Hallo, wie sind DIE Pfadfinder und sammeln für unsere Sommerfahrt nach XY“ oder einem schlichten „Hallo, wir sind DIE Pfadfinder“, gefolgt von einem penetranten Unter-die-Nase-Halten eines Klingelbeutels habe ich das starke Bedürfnis, den Pfadfinderbutton an meiner Handtasche dezent und möglichst unauffällig verschwinden zu lassen.

An dieser Stelle muss ich sagen: Selbst ich als sangesbegeisterte Pfadfinderin empfinde diese ‚Singe-Bettelei’ in der Bahn als höchst unangenehm. Meiner Ansicht nach wirft dieses Verhalten ein schlechtes Bild auf Pfadfinder. Den ahnungslosen Fahrgast mit einem schlecht gesungenem ‚Unter dem Pflaster’ um die wohlverdiente Feierabendruhe zu bringen, ist wohl eher wenig förderlich, um Sympathie und Begeisterung für Pfadfinderarbeit zu wecken. weiterlesen…

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05

Live auf der Bündischen Akademie 2013

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Bündische Akademie in Lüdersburg, dass bedeutet ein Wochenende voll mit Vorträgen zum Thema „Wahrheit oder Pflicht“, aber auch klönen auf den Wiesen des Tyrkerhofes, Longboard fahren oder der Frisbee-Scheibe hinterherhetzen.

Wir haben in diesem Jahr mit schwarzzeltvolk.de das Experiment gewagt und versucht so viele Eindrücke der BüAk 2013 wie möglich einzufangen.
Entstanden ist die Idee im vergangenen Jahr, als in der Abschlussrunde der Akademie der Wunsch geäußert wurde die Tagung zu dokumentieren. In schriftlicher Form gab es so etwas schon mal, gebunden als Buch. Allerdings war das kein großer Erfolg. Also haben wir uns kurzerhand gedacht, das machen wir auf unsere Art: online.

Herausgekommen ist die Website www.buendische-akademie-live.de weiterlesen…

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05

Die Grenze füllt uns unser Glas, die Grenze gibt uns Brot…. Überbündischer Osterhajk 2013

Heute berichtet Till aus dem VCP Gau Alt-Burgund vom Osterhaijk 2013. Hinter dem Osterhajk versteckt sich übrigens eine phänomenal geniale Veranstaltung. Aber genaueres erklärt euch Till…

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„Gewiss, es ist hart und nicht ungefährlich, als Schmuggler zu leben. Ich war der Sache wie einer Droge verfallen. Ich genoss den Reiz der heimlichen Märsche durch die Nacht, die Erregung der Nerven und dies Spiel mit dem Tod und wechselvoller Gefahr. Ich liebte den Heimweg nach langer, schwerer Strapaze, und die Freuden, die sich dann boten, den Wodka, den Gesang, das Spiel des Akkordeons, den frohen Lärm der Genossen.“
(aus „Der Geliebte der großen Bärin von Sergiusz Piasecki)

Ja, so lässt sich das wilde Leben beschreiben, das knapp 70 Jugendbewegte aus verschiedenen Bünden in der Woche nach Ostern erleben durften. Allesamt hatten sie sich zum Osterhajk 2013 eingefunden, einem einwöchigen Stationslauf der einst im Gau Alt-Burgund des VCPs entstand und nun seit Generationen durch die Bünde und Regionen wechselt.

Und was steht in so einer Woche Osterhajk an? Kurz gesagt, geht es darum in kleinen Gruppen eine Woche Fahrt zu erleben – nur weiß man nicht wo es als nächstes hin geht. Jeden Tag stehen zwei Stationen mit Aufgaben an; sind diese bestanden erhält die Gruppe ein Rätsel um hoffentlich herauszufinden, wo die nächste Station liegt. Ihr Rätselgeschick hatten die 15 Gruppen bereits bewiesen als sie am 1. April in Konstanz am Bodensee aufschlugen, denn wie immer war auch der Startort in einem Rätsel verpackt.

Glücklicherweise hatten letztendlich alle dieses gelöst und keiner dümpelte in Königswinter oder Aachen herum.
So traf man sich in „Gintas Kneipe“, dem Treffpunkt aller verwegenen Grenzgänger – denn zunächst galt es die Teilnehmer auf das einzuschwören, was sie diese Woche über verkörpern sollten: Schmuggler an der Grenze!

Den meisten Gruppen war ihre Bestimmung ohnehin schon anzusehen: Schieber- und Kosakenmützen waren an der Tagesordnung, lange Mäntel, mehrere Lagen Röcke und Schnapsflaschen gegen die Kälte genauso beliebt wie Sonnenbrillen für den Pokerblick. Eine Gruppe hatte sich komplett dem intergalaktischen Star-Wars-Schmuggler Han Solo und seinem haarigen Freund Chewbacca verschrieben und trat mit Fellmaske und Laserschwertern auf.

Und so bedurfte es nur eines kleinen Anspiels, um die Gruppen in die verwegene Welt des – übrigens sehr lesenswerten – Schmugglerromans „Der Geliebte der Großen Bärin“ des polnischen Schriftstellers Sergiusz Piasecki zu entführen.

Nachdem also klar war, dass alle Gruppen zusammenarbeiten müssen, um in der nun kommenden Wochen so viel heiße Ware über die Grenze zu bringen wie irgend möglich, starteten die ersten Gruppen durch…oder verschanzten sich erst einmal irgendwo um das erste Rätsel zu lösen.

Doch was passiert eigentlich, wenn man ein solches Rätsel nicht lösen kann?
Wenn alle Stricke reißen und keiner auf des Rätsels Lösung kommt bleibt immer noch, den Notbrief zu öffnen. Darin befindet sich der Ort der nächsten Station, doch die in Not geratene Gruppe verliert ein paar Punkte. Denn natürlich wird über die Woche hinweg ermittelt, wer an den Stationen die meisten Punkte gesammelt, welche Gruppen am schnellsten gelaufen und wer sich rühmen darf, der „Spielidee“ mit Verkleidung und Auftreten am nächsten gekommen zu sein. Alles in Erwartung des letzten Abends wo dann die Gewinnergruppe gekürt wird. weiterlesen…

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05

Bündisches Treiben auf dem Kirchentag in Hamburg

Foto: Florian Bergweiler

Ehrlich gesagt fällt es mir immer schwer zu erklären, warum ich zwei Wochen investiere, um auf den Kirchentag zu fahren und mich dort als Helfer zu verdingen. Kirchentag, das klingt spießig, nach Religion, Kirche eben, mit Weihrauch und Gebet und lauter frommen oder wahnsinnig alternativen Menschen.

Das ich meinen Arbeitskollegen und den Freunden, die nichts mit bündischem Leben am Hut haben erklären muss, dass es um was anderes geht, daran habe ich mich schon lange gewöhnt. Sie verstehen ja auch nicht was ich meine, wenn ich davon erzähle, dass ich auf Fahrt war. Beim Kirchentag begegne ich aber auch fragenden Blicken von Freunden mit Halstuch. weiterlesen…

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