Kategorie: Szene

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Live dabei! – Ein Rückblick auf die Bündische Akademie in Lüdersburg

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Bündische Akademie in Lüdersburg – es war mein drittes Mal auf der Akademie und wie jedes Jahr freute ich mich von Anfang an dabei zu sein. Lüdersburg ist einer dieser perfekten, kleinen Orte. Ein paar Backsteinhäuser, eine kleine Kirche genau in der Mitte des Dorfes und dahinter der Hof der Tyrker mit seinen reetgedeckten Häusern.

Es war das zweite Mal, dass wir mit schwarzzeltvolk.de angetreten sind um die Tagung zu dokumentieren. Komisch eigentlich, dass die Worte Tagung und Akademie auf einige, denen ich davon erzähle, eher langweilig klingen. Vielleicht denkt man dabei zu viel an Schule und Uni. Sie beschreiben die BüAk aber nur unzureichend, denn eigentlich ist das tolle an der Bündischen Akademie die unglaubliche Vielfalt dessen was man an einem Wochenende alles erleben kann. Klar, da ist das eigentliche Thema und die Vorträge bzw. Diskussionsrunden dazu, aber eben auch noch viel mehr. Die praktischen Angebote und die vielen Aktionen die so „nebenbei“ in der Mittagspause laufen.

„Kann den BüAk Sünde sein?“ war dieses Jahr angesagt. Dieses Jahr haben wir versucht mit allen Referenten nach Vortrag und Diskussion kurze Interviews zu führen und diese auf Video festzuhalten, was erstaunlich gut funktioniert hat. Wir sprachen mit Tobias über Verführung, verführt werden und über Gruppendynamik , mit Leo über Online Marketing und spät abends mit Stefan über Sex. cefs Vortrag über Folter hinterließ uns teilweise sprachlos, die Frage ob man geldfrei Leben kann sorgte auch noch auf der Rückfahrt für Diskussionen und die Front Deutscher Äpfel demonstrierte wie man mit Satire gegen rechte Gruppen vorgehen kann.

Dazwischen wurden Schalen gebrannt, Pralinen hergestellt bis allen „schlecht vom Naschen“ war, Frisbee gespielt oder einfach nur in der Sonne gesessen und Kaffee getrunken. Manches ist noch gar nicht in unserer Dokumentation enthalten. Das grandiose Konzert von Schlagsaite zum Beispiel. Aber wir arbeiten noch dran und liefern noch die ein oder andere Perle nach.

Wie gesagt, die BüAk ist viel mehr als Tagung, vielleicht eine der umfassendsten und abwechslungsreichsten Veranstaltungen, die ich kenne.

 

Wir möchten euch heute noch einmal ganz herzlich dazu einladen in den Eindrücken der Bündischen Akademie 2014 zu stöbern. Gesammelt haben wir sie auf www.buendische-akademie-live.de

Schaut in die Videos rein, blättert die Bildergalerien durch und lasst euch ruhig dazu verführen nächstes Jahr an Himmelfahrt selbst dabei zu sein, auf der Bündischen Akademie 2015.

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Bündische Akademie Live 2014

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Am Wochenende findet in Lüdersburg die Bündische Akademie 2014 statt. Die jährlich stattfindende Tagung steht dieses Jahr unter dem Motto: „Kann denn BüAk Sünde sein“.

Drei Tage lang geht es um Verführung und verführt werden, um Sünde, aber auch moralisch richtiges Verhalten. Neben Vorträgen und Diskussionsrunden zum Thema der BüAk wird es wieder eine Fülle an praktischen Angeboten geben. Wer etwas mehr über die Bündische Akademie und das Konzept hinter der Tagung erfahren will, der schaue mal in das Interview, das wir 2012 mit mama jens geführt haben.

Seit letztem Jahr begleiten wir die Bündische Akademie mit dem Projekt www.buendische-akademie-live.de Dort sammeln wir noch während des Wochenendes Texte, Fotos, Videos und Tonaufnahmen um eine möglichst umfassende Dokumentation der Akademie online zu stellen. Auch dieses Jahr sind wir wieder dabei und das heißt ab Donnerstag kann man auf www.buendische-akademie-live.de verfolgen was in Lüdersburg so geschieht. Die Inhalte kommen dabei nach und nach, redaktionell aufbereitet vom Schwarzzeltvolk und Freunden. Außerdem hoffen wir natürlich wieder auf die aktive Mitarbeit des ein oder anderen Teilnehmers, denn unser Ziel ist eine lebendige Dokumentation, die auch vom Mitmachen lebt.

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Tabubruch in aller Munde

Zeit für ein Interview lässt sich neben den bündischen Veranstaltungen auch umzugsbedingt im zivilen Leben, in einer „zivilisierten“ Umgebung finden. So sitzen an einem sonnigen Feiertag Holger Specht und Ebba in einem kleinen Café in Kreuzberg. Holgers Name lässt bei einigen Bündischen inzwischen die Assoziation “Tabubruch” und Prävention sexueller Gewalt im Kopf schwirren. Damit ist das Thema klar.

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Ebba: Holger, wie bist Du zum Thema Prävention gegen sexuelle Gewalt und Missbrauch von Macht gekommen?

Holger: 2003 gab es einen Fall innerhalb des DPB in Berlin und ich kannte die betroffenen Seiten. Die damalige Bundesführung, vor allem unser Bundesvogt Evi, wollte den Fall transparent gestalten und so habe ich mich mit einem weiteren DPBler, bert, heute Bundesjungenvogt, der Sache angenommen. Schnell war es für uns eine Achterbahn, ein wahnsinniges Trudeln.

Wir haben sicherlich viele Fehler gemacht – trotz der Zusammenarbeit mit einer Beratungsstelle. Sogar unser Ruf stand phasenweise auf dem Spiel.

Für uns war danach klar, dass wir uns im Bund professionalisieren müssen. Daraufhin wurde der Arbeitskreis “Macht und Sexualität” gegründet.

Damals fühlten wir uns durch Literaturrecherchen und kleineren Fortbildungen bei “Kind im Zentrum”, eine Beratungstselle, die mit Betroffenen und Tätern arbeitet, eher “intuitiv kompetent”. Heute sind wir unseres Erachtens gut aufgestellt und haben unsere Krisenpläne und Schutzkonzepte mit Fachleuten besprochen.

Neben meinem Beruf als Mediator bin ich seit gut zwei Jahren Fachkraft für strukturelle Prävention sexueller Gewalt und berate selbst Organisationen der Kinder- und Jugendarbeit. Dennoch löst jeder Fall, den ich Dank des Vertrauens in mich bearbeite, bei mir innerlich und biographisch etwas aus. Ich bin mir inzwischen sehr sicher, dass ich in jungen Jahren meine Macht missbraucht oder gar Schamgrenzen anderer Menschen verletzt habe. Z.B. habe ich eine Art „Mobbing“ gegenüber Jungen, die ich als junger Führer weniger gut leiden konnte, billigend in Kauf genommen. Schamgrenzen verletzend war freilich auch das gemeinsame Nackt baden – dass die Gruppendynamik damals zum Gruppenzwang wurde und ich dafür mindestens mitverantwortlich bin, ist mir im Rückblick mehr als klar. Heute würde ich das gewiss anders machen und ohne selbst aufs Nackt baden verzichten zu wollen, es allen anderen laut und deutlich frei stellen, damit jeder seine eigenen Entscheidungen treffen kann. weiterlesen…

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Der Wandervogelhof Reinstorf ist in Not

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Vor mehr als 35 Jahren begann in der Nähe von Uelzen ein überbündisches Projekt zu entstehen, der Wandervogelhof Reinstorf. Mittlerweile gehört der Hof mit den dort stattfindenden Bauwochenenden, Handwerksveranstaltungen, Fahrtengruppentreffen, Singetreffen und vielem mehr zu den wichtigsten Zentren bündischen Lebens im Norden der Republik.

Vergangene Woche erreichte uns die Meldung, dass das Fortbestehen des Hofes ensthaft gefährdet ist. Eine Begehung des Brandschutz- und Bauamtes macht dem Hof einen Strich durch die Rechnung. Es wurden Mängel festgestellt und der Landkreis Uelzen kann die Nutzung des Hofes sperren lassen. Zur Beseitigung der festgestellten Mängel sind laut Hofmannschaft umfangreiche Umbauten nötig, die der Hof aktuell nicht finanzieren kann.

Der Wandervogelhof richtet sich nun mit einem offenen Brief an alle Freunde und Unterstützer.

Den Brief findet ihr auch hier.

Hilfe wird dringend gebraucht, ob es  Spenden oder physische Kraft sind.

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Bericht vom Präventionsseminar des AK Schatten auf Schloss Martinfeld

Das Thema Sexualisierte Gewalt ist in letzter Zeit ein sehr präsentes, nicht nur in den Medien, sondern auch bei uns in der Jugendarbeit und damit auch in den Bünden. Mit einigen Fällen, die ans Licht kamen, entwickelte sich gleichzeitig eine immer größere Bereitschaft, aber auch die Notwendigkeit, sich mit den Themen Prävention und Intervention in den Bünden auseinanderzusetzen. Im Februar 2014 zeigte sich dies darin, dass das Seminar das erste Mal überbucht war. Trotzdem hat sich der AK Schatten dafür entschied, alle Interessierten aufzunehmen.

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Im Alltag außerhalb dieses Seminars nehme ich jedoch häufig Skepsis und eine gewisse Angst vor dem Thema sowie vor einer befürchteten “Verdachtskultur” wahr. Ein guter Anlass also, hier beim Schwarzzeltvolk über das letzte Seminar zu berichten – in der Hoffnung, noch mehr Verantwortliche aus den Bünden zu motivieren, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ich benutze in meinem Artikel zur besseren Lesbarkeit die männliche Form. Mir ist bewusst, dass es auch einen Anteil an Täterinnen gibt; dieser ist jedoch nach allem, was man bisher weiß, sehr gering.

Im VCP Hamburg haben wir seit mehreren Jahren Präventionsseminare, ich wollte jedoch gerne einmal über den bündischen Tellerrand schauen und noch mehr über die jugendbewegte Geschichte in Bezug auf diese Problematik erfahren, da diese im VCP weniger eine Rolle spielt. weiterlesen…

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